für dieses tolle Büchlein! 95 Seiten die man wirklich jedem Christen nur empfehlen und ans Herz legen kann zu lesen. Es öffnet einem in mancher Hinsicht die Augen, tröstet und führt sanft und humorvoll auf den richtigen Weg! Und es ist auch für Nicht(mehr)- Christen eine Chance das wahre Christentum zu erkennen das ja leider von vielen Gläubigen so verstümmelt und vermummt wurde.Was für ein unglaublich toller Autor dieser Jörg Müller!!Ich sage nur lesen lesen lesen!!
Zunächst: Ich habe dem Buch eine so geringe Bewertung gegeben, weil es meinen Erwartungen nicht entsprach. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ich wohl eher 4 Sterne verliehen.Ich habe mir das Buch praktischer erwartet. Jörg Müller schreibt für mein Empfinden oft ziemlich theoretisch, oder abstrakt, wenn es um Heilung seelischer Verletzungen geht. Seine Analysen sind topp, das hat mich etwas an Erich Fromm erinnert. Ich habe mir allerdings erhofft, auch eher praktische Hinweise und Ideen zu einer Form christlicher Psychotherapie zu finden, und dabei konnte ich für mich leider recht wenig herausziehen. Natürlich geht es um Sünde, Vergebung, Versöhnung etc. Aber wie das praktisch umgesetzt werden kann, darüber fand ich im Buch weniger Konkretes. Wenn Müller z.B. ganz richtig schreibt:"Während die Vergebung ein Willensakt ist, bleibt die Versöhnung weitgehend ein Gefühlsakt,d.h. in der Vergebung werfe ich meinem Feind nichts mehr vor; in der Versöhnung folgt die Heilung der verletzten Gefühle." (12)Ja, aber wie geht die Heilung der verletzten Gefühle? Später schreibt Müller z.B.:"Wir sollen wie Kinder werden, sagt Jesus. Das setzt voraus, dass wir das Kind in uns wieder wecken und uns aussöhnen mit unserer Vergangenheit. Denn zu viele Menschen sind verletzte Kinder, haben Angst vor Liebesentzug im Fall eines falschen Verhaltens." (74)Diese in meinen Ohren eigentlich sehr oft gelesene Weisheiten durchziehen das Buch. Mir fehlen einfach die praktischen Umsetzungen, oder Hinweise wie eine Verarbeitung auf christlicher Basis aussieht. Zu hören, "du solltest loslassen und vergeben und dich aussöhnen" sind schöne (und wahre!) Worte, doch allein es fehlt das "wie". Warum also das Buch von Müller lesen, da es für meine Erwartung wenig speziell das christliche betont? Im Falle meines zweiten Zitats frage ich mich, weshalb ich für die Versöhnung mit dem Inneren Kind nicht lieber das gleichnamige Buch von Chopich und Paul lesen sollte. Dort werden auch praktische Hinweise gegeben.Im ganzen also aufgrund dessen nur zwei Sterne. Inhaltlich ist das Buch sonst fein und es waren ein paar schöne Gedanken darin. Ohne meine enttäuschte Erwartung hätte das Buch drei oder unter Umständen vier Sterne von mir bekommen.