Als ich die CD zum ersten Mal gehört habe, bekam ich einen Schreck. Mir fehlen die Fachkenntnisse, aber dass hier etwas nicht stimmt, höre ich schon. Wenn man dem Begleitheft Glauben schenken darf, dann ist Christoph von Weitzel ein renommierter Sänger, auch im Fach Lied. Die höheren Töne sitzen jedoch eher ausnahmsweise, bei der Aussprache der Texte hapert es und zu melodischen oder inhaltlichen Bögen finden sich höchstens Ansätze. So lieblos ist das Ännchen von Tharau sicherlich selten angebetet worden. Gute Idee, das ostpreußische Liedgut für die Zukunft zu bewahren, leider aber schlechte Umsetzung. Diese CD wird meinen Player kaum ein zweites Mal von innen sehen. Tipp an Herrn von Weitzel: Die CD "Sing, sing, was geschah" der Musikantengilde Halver. In den alten Aufnahmen kann man die innere Beteiligung am Liedgut aus dem ehemaligen Osten Deutschlands bei jeder Nummer spüren.
Habe die CD an Weihnachten verschenkt, muß aber sagen, dass sie mir nicht so gut gefällt. Von der Stimme des Sängers bin ich kein Fan, würde ich nicht noch einmal kaufen.