Ziel des Buches ist es die praktische Bedeutung von Bowlbys Bindungstheorie aufzuzeigen. Es
erläutert die Grundzüge der Bindungstheorie bietet einen fundierten Einblick in die
verschiedenen diagnostischen Verfahren der Bindungstheorie sowie in die Praxis
bindungsgeleiteter Interventionen bei verhaltensauffälligen Kindern. Im einleitenden Teil des
Bandes gehen die Autoren auf den Zusammenhang zwischen Bindung und familiären Gewalt- Verlust-
und Vernachlässigungserfahrungen ein und erläutern die Konsequenzen unsicherer
Bindungsqualität. Im zweiten Teil gibt der Band einen Überblick über die prominentesten
diagnostischen Verfahren der Bindungstheorie. Der dritte Schwerpunkt des Buches liegt auf den
Interventionen die sich aus der Bindungstheorie für Risikokinder bzw. für Kinder mit bereits
manifesten Verhaltensstörungen ableiten lassen. Fokus dieser Interventionen sind zum einen die
Eltern der betroffenen Kinder und zum anderen professionelle Bezugspersonen die mit diesen
Kindern und Jugendlichen arbeiten insbesondere Lehrer Erzieher und Sozialpädagogen. Wie sich
diese Beziehungen pädagogisch und therapeutisch nutzen lassen z.B. in Kindertageseinrichtungen
in der schulischen Erziehungshilfe oder im Heim wird ausführlich dargestellt.