Also wie schon der Titel aussagt, ist das Buch sicherlich nix für Anfänger!Auch würde ich es nicht empfehlen für fortgeschrittenen Anfänger. Hier werden Techniken beschrieben, die unbedingt auch eine Lehrer bedürfen! Bevor man anfängt tonale Experimente mit seinem Saxofon zu machen sollte man die Kanne erst mal im normalem Tonumfang beherrschen. Und beherrschen bedeutet halt nicht ein paar Stücke spielen zu können.Hier sollte man auch ein fundierte theoretische Ausbildung haben! Hier werden Begriffe verwendet die ein ganz fundiertes kennen der Musiktheorie verlangen. Ein blindes beherrschen der Tonleitern ist wohl noch das einfachste.Mit anderen Worten, hier geht es schon ordentlich zur Sache. Das ist aber auch gut so! Denn wie der Titel ja auch vermuten lässt, geht es hier darum professional Saxofon zu spielen. Tja - da ist dann halt auch ein bisschen Übung nötig. Nicht umsonst heißt das Kapitel auch "Tipps zum täglichem Üben"!Das Buch ist gut gegliedert und aufbauend geschrieben. Man findet sich leicht zurecht und es ist alles ausführlich beschrieben.Die Themen sind gut dargestellt und intensiv erklärt. Die Übungen zu den einzelnen Themen sind sehr hilfreich und sollte man unbedingt beherzigen.Das Buch ist nix für Anfänger und halbherzige - die werden eher frustriert als aufgebaut, aber für jeden zu empfehlen der keine Schweiß scheut und ambitioniert auf die Bühne will!Zu wünschen wäre schon gewesen, dass man zu den, übrigens sehr guten, Paly-Alongs auch ein halbplayback drauf gespielt hätte! Warum nicht auch mal den Meister persönlich hören, wie er es sich vorstellt?Alles in Allem - schönes Buch für Fortgeschrittene und nix für Anfänger. Interessante Ideen die einen nur erweiter können.
Auf den ersten Blick ist das ein ziemlich chaotisches Heft. Auf den zweiten Blick auch.Viele kurze Notenbeispiele, ohne erkennbare Logik aneinandergereiht. Im Prinzip Lead Sheets, die ein Thema und die Akkorde vorstellen, darüber soll man dann improvisieren. Ganz verschiedene Genres und Stilistiken, mal einfach und mal sehr schwierig, alle möglichen Tonarten und Metren. Dazwischen ein bisschen Technik und ein bisschen Harmonien. Immer eine Bb-Stimme und eine Eb-Stimme hintereinander, sodass es noch unübersichtlicher (aber länger) wird.Ja klar, ein Profi-Saxophonist wird so etwas alles mal spielen müssen. Aber wer kann daraus lernen? "Basics" (Fingertechnik, Tonbildung, Vom-Blatt-Lesen) lernt man daraus nicht. Stilistiken und Improvisation kann man viel besser aus den Heften der Hal Leonard oder Jamie Aebersold-Serien lernen, die thematisch gruppiert viel mehr Material bieten.Bleibt also die Frage, wem dieses Heft wirklich etwas bringen kann. Ich weiss es nicht ...
Wirklich Lust auf das Saxophone machte Herr Irion auch in seinen anderen Büchern nie, in diesem ist wahrscheinlich der absolute Tiefpunkt erreicht und man könnte viele Inhalte bestenfalls als veraltet bezeichnen.