»Automobile Bilderfahrzeuge« nannte Aby Warburg die flandrischen Teppiche an den Wänden
italienischer Palazzi. Sie zeugten ihm vom Transport der in Kulturobjekten gespeicherten
Bildformeln durch Zeit und Raum. In seinem berühmten »Bildatlas Mnemosyne« stellte er das
Phänomen an zahlreichen Beispielen dar. Inzwischen ist Warburgs Ikonologie zum Leitthema weit
über die Kunstgeschichte hinaus geworden: Es geht um weltweite Wanderungsprozesse also die
Migration von Bildern Objekten und Texten die bis in die Gegenwart an immer neuen
Gegenständen beschreibbar ist. Die international renommierten Autoren arbeiten in einem am
Warburg Institute in London beheimateten Forschungsverbund zusammen und verfolgen eine Bild-
und Ideengeschichte auf der Basis von Warburgs Fahrzeug-Metapher. Mit Beiträgen von Andreas
Beyer Horst Bredekamp Victor Claass Uwe Fleckner Peter Mack Isabella Woldt Gerhard Wolf
u.a.