★★★★★
Thomas André Habenicht
08.04.2024
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Mein Grossvater (RIP) (geboren 1923) hat mir sehr viele Geschichten seiner Kriegserfahrungen erzählt, von denen ich einige aufgezeichnet hatte. Da seine Geschichte fast identisch mit der des Autors ist, erscheint mir dieses Buch sehr authentisch. Mein Grossvater war schwarzer Pionier und auch erst 2ter MG Schütze bevor er am leichten und später am schweren MG an der Ostfront (etwas weiter südlich aber nicht weit ab von Stalingrad) gedient hat. Er hatte auch die silberne Nahkampfspange und das EK1 und war damit als Landser hochdekoriert. 1944 wurde er verletzt zum Ufz. ausgebildet und diente an der Westfront bei den Amerikanern in Gefangenschaft ging. Viele der Textpassagen in diesen Buch (Flintenweiber, kompromisslose Offiziere, ein dahin Schlachten mit effizienter Tötungsmaschine, Tag an dem von Kompaniestärke nur noch wenige Männer übrigblieben, Gräueltaten auf beiden Seiten und vieles mehr) decken sich mit den Erfahrungsberichten und erscheinen mir sehr authentisch.Jeder der denkt das Krieg etwas heroisches oder wünschenswertes ist, sollte dieses Buch lesen. Mein Grossvater hat noch zwei Jahrzehnte jede Nacht Angstträume gehabt und die Namen seiner Kameraden geschrien oder die Situation immer wieder durchlebt als er den ersten Russen getötet hat. Er war einer der glücklichen wie der Autor die diese Zeit überlebt haben, aber der Preis war dennoch ein hoher.Die Nachricht die mein Grossvater mir immer mitgab war die, dass ich zu meinen Lebzeiten immer "eine kriegerische Auseinandersetzung um das äusserste ablehnen sollte". Auch wenn es explizit vom Autor nicht erwähnt wurde, so hat dieses Buch jedoch für mich die gleiche Nachricht. Der Autor hat die Zielsetzung seines Buches, über "ihr Schicksal zu berichten" (die seiner Kameraden) hervorragend erfüllt und ich bedanke mich stellvertretend für meinen Grossvater.Die Anmerkungen anderer Bewertungen dass der Autor geschichtliche Fakten wissentlich verdreht hat möchte ich abschlagen. Hier handelt es sich nicht um einen wissenschaftlich korrekten Faktenbericht sondern um ein subjektiven Erlebnisbericht, der auf Tagebucheinträgen beruht die 50 Jahre später zusammengefasst wurden. Ein Frontsoldat ist kein Wissenschaftler und der Autor hat, wie im Vorwort klar wird, einfach versucht sein Leben zu leben. Auch wenn ein oder zwei Passagen der subjektiven Realität und nicht der faktischen Realität entsprechen so bleibt die Buch in Gänze jedoch eine wertvolle Erinnerung an die Schrecken jeden Krieges an unsere Nachkriegsgenerationen die aus aktuellen Anlass wieder daran erinnert wird das Frieden, Freiheit und Wohlstand das höchste Gut ist.