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mein-kleiner-buecherblog
08.06.2023
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Worum geht’s?Kitty Wei, Bree Deringer, Olivia Hayes und Margot Mejia sind DGM. Eine Gruppe, die es sich zum Ziel gemacht hat, Mobbingopfer zu rächen, indem sie ihre Peiniger bloßstellt.Die vier Mädchen sind grundverschieden und niemand würde auf die Idee kommen, dass diese vier gemeinsame Sache machen. DGM ist ihr Geheimnis und sie operieren immer unerkannt.Doch die Schulleitung der elitären katholischen Schule, ist mehr darauf bedacht, einen perfekten Anschein zu bewahren, als ihre Schüler vor Mobbing zu schützen und will DGM nach zahlreichen Bloßstellungen nun endlich zu Fall bringen. Als dann ein Schüler Tod aufgefunden wird, gerät DGM schnell unter Verdacht.Den vier Mädchen wird bald klar, dass jemand Rache an der Organisation üben will und ihre Suche nach dem Schuldigen beginnt. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie auf viele Verdächtige und unklar bleibt auch, ob sie einander trauen können. Denn ist es nicht möglich, dass der Mörder aus ihren eigenen Reihen kommt? Bald wird ihnen klar, dass jemand seine Spiele mit ihnen treibt und vor nichts zurückschreckt, um sein Ziel zu erreichen. Da ist es nicht verwunderlich, dass es nicht bei einem Todesfall bleibt…Meine MeinungSeit langem habe ich mal wieder ein Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, denn es war so spannend, dass ich es einfach nicht weglegen konnte. Und das, obwohl ich die Netflix-Serie dazu bereits geschaut habe (die auf jeden Fall auch sehenswert ist!).Der Roman „Get Even. Unsere Rache ist süss“ von Gretchen McNeil ist in seinem Cover dunkel gehalten und zeigt die Silhouetten von vier Mädchen. Dadurch wird eine geheimnisvolle, aber auch düstere Atmosphäre kreiert, die sehr gut zum Buch passt.Die Geschichte wird aus der Sicht von vier Protagonistinnen geschildert, die eigentlich nichts gemeinsam haben, außer ihre Abneigung des an der Schule stark praktizierten und durch die Schulleitung nicht unterbundenen Mobbings.Dabei verkörpern sie ein wenig die klassischen Stereotype, was ich aber überhaupt nicht schlimm finde, weil es einfach in den Rahmen der Geschichte passt.Kitty ist die Anführerin ihrer kleinen Gruppe und sozusagen das „Mastermind“, denn sie entwickelt die Pläne für ihre Aktionen. Bree ist die Rebellin und damit Frau für gefährlichere Aktionen und Olivia als talentierte Schauspielerin übernimmt die Ablenkungsmanöver. Margot hat die Rolle des Technikgenies inne und ist für das Entschlüsseln und Durchforsten von Handys und allerlei anderer Daten zuständig. Zusammen bilden sie eine Gruppe, die unterschiedlicher nicht sein kann, doch gerade, weil keine Verbindung zwischen ihnen besteht, können sie als DGM so lange unentdeckt bleiben.Die Spannung konnte im gesamten Verlauf des Buches aufrechterhalten werden, was auch den kurzen Kapiteln und den damit verbunden wechselnden Perspektiven der vier Mädchen gedankt ist. Als Leser möchte man natürlich unbedingt wissen, wer DGM als Sündenbock hinstellen möchte und dabei auch nicht vor Mord zurückschreckt. Man wittert hinter jeder Figur einen potenziellen Mörder und fiebert auf der Suche nach Hinweisen mit den Mädchen mit.Die Autorin schafft es dabei eine Atmosphäre aufzubauen, die auf den Leser bedrohlich wirkt und ihn auf der Suche nach der Wahrheit quasi in einen Lesesog zieht.Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der mich sprachlos gemacht und zugleich ein wenig geärgert hat, weil ich nicht sofort weiterlesen konnte. Den zweiten Teil habe ich mir danach sofort vorbestellt und kann es nicht abwarten ihn in die Finger zu bekommen.Fazit„Get even“ ist als Jugendthriller zum Rätseln und Mitfiebern absolut empfehlenswert. Jeder ist in diesem Buch Verdächtiger und könnte am Ende der Täter sein und der Cliffhanger am Ende verspricht eine spannende Fortsetzung.
Ich mag das Cover vom Prinzip her sehr gerne. Vor allem der Buchrücken macht sich hervorragend im Regal und auch die Silhouetten der vier Mädchen passen hervorragend zu den Protagonistinnen. Dennoch hätte ich es vermutlich besser gefunden, wenn man einfach nur den englischen Titel genommen hätte, ich finde den deutschen Zusatz für mich persönlich eher unnötig.Die Geschichte klingt an sich erstmal wirklich spannend: Vier Mädchen gehen auf eine katholische Schule und haben ansonsten nicht viel gemeinsam, außer dass sie alle Mitglieder der Gruppe DGM – Don’t Get Mad sind. Kitty, die ehrgeizige Volleyball-Kapitänin, Olivia, die aufstrebende Schauspielerin, Margot, das unscheinbare Computer-Genie und Bree, die unangepasste Senatorentochter haben es sich zur Aufgabe gemacht, sich an Mobbern zu rächen. Dabei stellen sie sie vor der ganzen Schule bloß, ebenso wie es die Mobber selbst gemacht haben und machen auch vor Lehrern nicht halt. Doch dann wird Ronny, ihre letzte Zielperson, tot in seinem Zimmer aufgefunden, kurz nachdem Bree es verlassen hat und die vier Mädchen fragen sich, wer sie versucht zu enttarnen und ob sie einander überhaupt noch trauen können… Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich früher extrem gerne die Jugendthriller von Arena gelesen habe und deswegen gehofft hatte, dass das hier an diese herankommen kann. Ganz zufrieden bin ich allerdings mit der Geschichte nicht, obwohl ich den Schreibstil wirklich gerne mochte. Er ist leicht und gut zu lesen, sodass man nur so durch das Buch fliegt und ich es innerhalb weniger Stunden durchgelesen hatte.Die Story an sich ist zwar nicht unbedingt neu, aber ich fand sie dennoch recht spannend und war mir während des Lesens nie sicher, wem man trauen konnte und wem nicht. Das liegt auch daran, dass die Geschichte immer abwechselnd aus der Sicht der vier Mädchen erzählt wird und man dennoch nie das Gefühl hat, dass einem die einzelnen Figuren alles erzählen. Ich habe zwischendurch immer wieder überlegt, ob nicht eines der Mädchen doch etwas mit dem Mord zu tun hat. Das ist eigentlich ziemlich geschickt gemacht, weil man so nie ganz genau weiß, was als nächstes passiert und wer vielleicht der Täter sein kann. Mein Problem war dadurch aber auch, dass vor allem zu Beginn des Buches mit keiner der Protagonistinnen so richtig mitfühlen konnte. Die einzelnen Perspektiven sind teilweise auch extrem kurz, sodass man sie Charaktere eben auch nur in Etappen kennenlernt.Auch die Beziehung von Kitty, Margot, Bree und Olivia zueinander fand ich schwierig zu durchschauen. Sie kennen sich eigentlich nicht wirklich, sind keine Freundinnnen, was ja auch kontraproduktiv wäre, weil sie sonst vermutlich verdächtig worden wären, aber sie vertrauen sich dennoch genug, dass sie all diese Aktionen zusammendurchziehen? Das fand ich irgendwie schwierig zu glauben, weil es doch jederzeit ein Mädchen hätte geben können, dass die anderen verrät. Dass ich die Beziehungen auch bis zum Schluss nicht wirklich nachvollziehen konnte, lag auch daran, dass weder ihr Kennenlernen noch ihre früheren Aktionen als DGM wirklich ausführlich geschildert werden. Es mag sein, dass das im folgenden Buch noch kommt, aber mich hat das die ganze Zeit extrem gestört und ist auch mein größter Kritikpunkt an dem Buch. Mich hätte einfach interessiert, wie ihre ersten Aktionen abliefen, wie das die Dynamik in der Schule verändert hat und wie die Mädchen dabei zueinander finden, sodass sie sich irgendwann dann wirklich aufeinander verlassen können. Ich hoffe, dass das im nächsten Teil noch eine größere Rolle spielen wird.Alles in allem mochte ich das Buch und habe es auch extrem schnell durchgelesen, allerdings fiel es mir durch die Vielzahl an Personen und Perspektiven ein wenig schwer, so richtig tief in das Buch abzutauchen. Ich freue mich dennoch auf den zweiten Teil und will nach dem Cliffhanger unbedingt wissen, wie es weitergeht.