★★★★★
k.A.
10.06.2026
ean-shopping.de
Ein absolut faszinierendes und bewegendes Buch, das mich von Anfang bis Ende tief berührt hat. Die Geschichte ist unglaublich spannend und die Charaktere sind wunderbar lebendig.
★★★★★
k.A.
10.06.2026
ean-shopping.de
Ein wirklich packendes und bewegendes Buch, das mich von Seite zu Seite gefesselt hat; die Geschichte ist unglaublich fesselnd und emotional.
Da sitzt man gerade gemütlich mit einem Freund beim Frühstück und erfreut sich des Lebens bei erlesenen Speisen und ergötzt sich an dem erfrischenden Gespräch, da drängelt sich der Gast vom Nachbartisch dazwischen und berichtet – nachdem man ihm zu erkennen gegeben hat, dass man seiner durchaus nicht überdrüssig sei – von einem wahrhaft seltsamen Tod. Der Eine, der das Frühstück genießt, ist Lord Peter Wimsey, seines Zeichens adeliger Philanthrop, der aus reinem Spaß an der Freude (bereits zum dritten Mal!) Kriminalfälle löst. Ihm gegenüber sitzt sein Freund Charles. Der Drängler ist ein Arzt, der auf dem Land zwar nicht seiner Passion, der Krebsforschung frönen kann, jedoch als Arzt ein ansehnliches Auskommen hat und tatsächlich einmal einen exquisiten Fall von Krebs zu behandeln hatte. Denn die alte Dame, deren Krebs er diagnostiziert hatte, klagte bald schon über das Pflegepersonal. Über Schmerzen sowieso. Die Schwester wurde ausgetauscht und siehe da, das alte Mädchen erlebte eine Art zweiten, dritten Frühling. Doch der währte nur kurz. Gerade eben noch ein dem Tod von der Schippe gesprungener Hoffnungsschimmer, drei Tage später ein lebloser Körper. Was war passiert?Lord Wimsey nimmt den redseligen Arzt und seine Geschichte mit, lässt sie sich in aller Ausführlichkeit erzählen. Natürlich ist seine Neugier geweckt. Natürlich will er herausfinden, was mit der verstorbenen Miss Dawson passiert ist. Und natürlich weiß er auch wie er den Fall angehen wird. Miss Alexandra Katherine Climpson ist seine Geheimwaffe. Auch so ein altes Mädchen, das – wie Wimsey nicht ohne ein gewisses Lächeln auf den Lippen – die Verschwendung der Zeit symbolisiert. Damen wie Miss Climpson können Fragen stellen, die sonst keiner sich traut zu stellen. Und sie ist zäh, unnachgiebig, und bei der Recherche ein Ass. Dass ihr Mundwerk dabei nicht immer stillsteht, kann auch nicht gerade zum Nachteil sein. Sie soll erstmal die Sterbeurkunde von Miss Dawson finden.Und sie findet das Dokument. Und sie findet noch vieles mehr heraus. Zum Beispiel das rothaarige Frauenzimmer, das als Schwester der armen Miss Climpson so sehr Angst einjagte. Allein schon der Brief, den Miss Dawson an Lord Peter schreibt, ist es wert in diesen Roman immer wieder zurückzublättern und sich an der ergreifenden Sprache zu ergötzen. Ihre ausschweifenden Gedanken sind jedoch ein Füllhorn an Informationen für den Adeligen, der von sich behauptet den Detektiv nur zu spielen. Auch wenn er selbst in Gefahr gerät … Und eine weitere Leiche auftaucht …Dorothy L. Sayers spielt nicht mit dem Leser, sie erfindet den Krimi neu! Wimsey ist eloquent, belesen, beherrscht, unnachgiebig. Und so sollte man den dritten Fall von Lord Peter Wimsey nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dass etwas passieren wird, kündig sich lange vorher schon an. Doch was passieren wird, kann nun wirklich keiner ernsthaft vorhersagen.
Der Krimi von Dorothy L. Sayers ist wie immer spannend zu lesen und voller Verstrickungen, die erst ganz zum Schluss aufgelöst werden. Besonders die Beziehung von Lord Peter zu seinem Butler Bunter hat mir regelmäßig ein Schmunzeln auf’s Gesicht gezaubert.Einen Stern Abzug muss ich allerdings vergeben für den Verlag. Es gibt eine Textstelle, die, leider entsprechend der damaligen Zeit, stark mit Stereotypen rund um BIPoC bestückt ist. Ich fände es vom Verlag sehr angebracht, eine editorische Notiz einzufügen, die erklärt, dass solche Stereotypen zur Zeit der Entstehung des Romans leider üblich waren. Ich finde, solche Sprache muss man nicht einfach so stehen lassen!