★★★★★
k.A.
11.06.2026
ean-shopping.de
Gut!
Ich habe das Buch "Verschwundene Reiche: Die Geschichte des vergessenen Europa" gelesen und war begeistert von der Fülle an historischen Informationen und Fakten, die der Autor präsentiert.Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte Europas und stellt dabei insbesondere die weniger bekannten und oft vergessenen Reiche in den Fokus. Dabei reicht der Zeitraum von der Antike bis ins 20. Jahrhundert.Besonders faszinierend fand ich die Schilderungen der verschiedenen Reiche und ihrer politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Der Autor schafft es, eine lebhafte und detailreiche Beschreibung der historischen Ereignisse zu geben, ohne dabei den Leser mit zu vielen Fakten zu überfordern.Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist, dass es sich nicht nur auf die europäische Geschichte beschränkt, sondern auch auf die Wechselwirkungen mit anderen Regionen wie dem Nahen Osten und Asien eingeht.Insgesamt ist "Verschwundene Reiche: Die Geschichte des vergessenen Europa" ein faszinierendes Buch, das jedem Geschichtsinteressierten empfohlen werden kann. Es bietet eine neue Perspektive auf die europäische Geschichte und erweitert das Verständnis für die Entwicklungen Europas und der Welt.
Norman Davies, dessen Name bis dato vor allem den Lesern in Polen bekannt war brilliert in diesem Werk in gewohnter Manier. Oft überrascht er mit bis dato wenig bekannten Fakten. Seine Sichtweise folgt dabei bestimmt nicht dem Mainstream. Ein Großteil des Buches ist -wie bei Norman Davies kaum anders zu erwarten- der Geschichte Zentral- und Osteuropas gewidmet. Der Objektivität abträgliche Streicheleinheiten für Leser ausgewählter Länder bleiben durchwegs aus. Die Lektüre hilft durchwegs, viele Konflikte und Spannungen auch der jüngeren Zeit besser zu verstehen, ohne dass im Buch direkt Partei ergriffen wird. z.B. Konflikte in Katalanien im Kapitel Aragon, Yugoslavienkrieg im Kapitel Montenegro, Krise in der Ukraine: Kapitel Historisches Litauen, Galizien, Karpatenukraine.
Bei gut 920 Seiten kann man natürlich einiges an Informationen erwarten. Und die Liefert Norman Davies auch.Trotz der Ausführlichkeit wird es aber nie langweilig, sondern man hat das Bedürfnis sich weiter vor zu arbeiten.Gut finde ich seine (selbstverständlich übersetzte) Schreibart. Ein ebenfalls das Thema behandelndes Buch eines deutschen Autors habe ich nur bis gut zur Hälfte gelesen und dann entnervt weggelegt. Offenbar wird den englischsprachigen Autoren nicht beigebracht durch Schachtelsätze und Aneinanderreihung von Fremdwörtern die Leserschaft zu vergraulen.Ich hatte zuvor von Norman Davies schon das Buch "Geschichte Polens" gelesen, welches er hier in Teilen im Kapitel über Polen-Litauen mit verarbeitet.Habe bislang nur ein Problem mit dem Buch: Es ist wirklich unhandlich und beim Halten in der Hand nach einiger Zeit echt unangenehm. Daher der "Punktabzug". Für den Inhalt könnte man sicherlich auch 6 Punkte geben.Klare Leseempfehlung für alle, die das Thema Europa, vor allem die aktuellen Krisenherde, interessiert und die diese Probleme gern hinterfragen!