Europa hat zwei Gesichter: Auf der eine Seite Gebiete mit Ballungszentren, Metropolen, alte Hauptstädte mit viel Kultur, Industriegebiete usw.. Auf der anderen Seite gibt es Gebiete mit Landwirtschaft, Wäldern und Räumen, die vom Menschen wenig verändert wurden. Das Buch befasst sich nur mit dem zweiten Gesicht Europas, das erste wird übergangen. D.h., das Buch ist, bezogen auf den Titel des Buchs, unvollständig. Das Buch besitzt im wesentlichen zwei Teile: Im ersten werden Landschaften und Lebensräume betrachtet. Gemeint sind die großen Vegetationszonen Europas: Wald, Vegetation im Wasser, Wüste, Grasland und Vegetation im Gebirge. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Tiere in den einzelnen Vegetationszonen eingegangen. In einem Kapitel wird außerdem dargestellt, wie der Mensch die Natur für sich nutzt und sie so in eine Kulturlandschaft verwandelt hat. Im zweiten Teil werden die Staaten Europas in alphabetischer Reihenfolge betrachtet. Es werden jeweils Landschaften und Naturräume kurz charakterisiert sowie die Nationalparks und andere Schutzgebiete mit ihren Besonderheiten aufgezählt. Zu jeden Staat gibt es in der Regel zwei Abbildungen, die wohl eher Besonderheiten zeigen. Das Buch gibt einen Überblick über die Vegetation in den Naturräume Europas und nennt die zugehörigen Schutzgebiete. Bei dem Titel des Buchs hatte ich aber mehr erwartet. Als Einführung oder als Überblick über die Vegetation in Europa und ihren Schutz kann ich das Buch empfehlen. Die Beschreibungen sind informativ, gut verständlich und anschaulich. Außerdem enthält das Buch zahlreiche ansprechende Abbildungen.