Das Buch ist eine stark überarbeitete Version des sehr tollen Vorgängers.Mir persönlich gefällt der "etwas andere Ansatz", sprich, der Gegenentwurf zum Medikamentenschränkchen sehr gut.Ein Auseinandersetzen mit dem Thema, wie man Kindern (und dabei sich selbst vielleicht ja auch?) begegnet in einer Welt, in welcher sich Konzepte vom Miteinander offenbar völlig verschoben haben, halte ich persönlich für Unumgänglich.Da ist es doch großartig, dass sich dem bestimmt nicht einfachem Thema gestellt wird.Der lockere, angenehme Schreibstil wurde aus dem Vorgänger sozusagen "herüber gerettet", ist uns also erhalten geblieben!In Dschungel der Ratgeber und Ratgeber-Ratgeber bleibt dieses (überarbeitete) Buch jedoch ein wertvolles Kompendium umsetzbarer Ideen und Anregungen!Lesenswert!
Frau Mattern- Ott beschreibt die vielen Facetten kindlichen/jugendlichen Verhaltens ohne sie gleich in Krankheitsbilder einzuordnen. Die möglichen Ursachen und die große Bandbreite von Normalität wird dargestellt, ohne Schuldzuweisung an Kinder / Jugendliche oder Eltern. Die Schilderungen unter leicht zuzuordnenden Schlagworten wollen eher gegenseitiges Verständnis und Gelassenheit fördern, damit der Druck "richtig" zu funktionieren nachlässt. Tatsächlich regt das Lesen dieses Buches das Gespräch in der Familie und mit den Jugendlichen wieder an.Ich würde es allen Eltern empfehlen, vor allem wenn sie darüber nachdenken, ob mit ihrem Kind alles in Ordnung ist oder ob sie selber Fehler machen. Allerdings löst es nicht einfach alle Probleme und es spricht eher Eltern an, die Bücher und Ratgeber sowieso schon nutzen.