★★★★★
k.A.
15.05.2026
ean-shopping.de
Ein fesselndes und spannendes Buch, das man packt, allerdings gibt es einige Stellen, die etwas zu sehr ins Dramatische gehen.
★★★★★
Bürger-Häffner Astrid
08.06.2023
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GELESEN: Mattias Edvardsson „Die Bosheit“Erschienen 2021 bei LIMES444 Seiten„Die Bosheit“ ist nun der dritte Romankrimi dieses Schriftstellers. Sein Schreibstil ist flott und die Übersetzung von Annika Krummacher in die deutsche Sprache gut gelungen, wie ich meine. Auch diese Geschichte ist wieder in Südschweden, nahe Lund in Skane, der Stadt, in der der fünfundvierzig Jahre alte Autor selbst mit seiner Familie lebt, angesiedelt. Edvardsson arbeitet als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie.Wie bereits in den beiden Vorgängern „Der unschuldige Mörder“ und „Die Lüge“, thematisiert Edvardsson auch hier wieder „die Familie“ als Hort, die unter allen Umständen zusammenhalten muss, auch wenn die Menschen um sie herum als Angreifer oder Zerstörer fungieren. Für Edvardsson kann eine Familie aus zwei, drei oder in dieser Geschichte aus vier Personen bestehen, die ungern Fremde in ihre Mitte lassen auch deshalb, weil nicht immer alles so ist, wie es scheint.Hier erleben wir Mikael, seine Frau Bianca und die Kinder William und Bella in Gegenwart und Rückblick. Die kleine Familie ist, nachdem sie sich in Stockholm nicht mehr wohlgefühlt hat, nach Schonen in eine kleine Siedlung gezogen. Dort haben sie ein Häuschen ganz nach ihren Wünschen gefunden. Für Bianca, die Immobilienmaklerin, war es wichtig, dass weder Nachbarn noch Spaziergänger Einblick in ihr Reich erhalten, was durch die hohe Thuja-Hecke gegeben war. Die Nachbarschaft bildet auf den ersten Blick eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich ungefragt Zutritt zu den „Neuen“ verschafft. Ake und seine Frau Gun-Britt leben seit vierzig Jahren hier und veranstalten in jedem Jahr ein Sommerfest. Zu diesem laden sie auch Mikael und Bianca ein sowie den Nachbarn Ola, der schon strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, und die noch immer wunderschöne, einst als Fotomodell arbeitende Jaqueline mit ihrem fünfzehn Jahre alt Sohn Fabian. Fabian ist verhaltensgestört und freundet sich mit dem viel jüngeren William an. Fabian hat ein Faible für schnelle Autos. Seine Mutter fährt jüngst einen BMW, trinkt gerne einen Schluck mehr als erlaubt und ist mal wieder viel zu schnell unterwegs, als Bianca gerade mit ihrem Fahrrad das Grundstück verlässt. Mikael kommt gerade nach Hause, als Bianca leblos auf der Straße liegt. Ab diesem Zeitpunkt kommen nun die aufgestellten Personen in einzelnen Kapiteln zu Wort.Auch wenn man von Anfang an erahnen kann, was genau am Tag des Unfalls geschehen ist, bleibt die Erzählung spannend bis zum Ende.Auf das bereits vom Verlag angekündigte vierte Buch „Die Wahrheit“, darf der Leser gespannt sein.
Nachdem ich von dem Buch "Die Lüge" begeistert war, war dies nun eine Enttäuschung. Die Idee ist gut, sie krankt am Unvermögen des Autors, Charaktere mit Tiefe zu zeichnen, was gerade für das Klischee boshafter Nachbarschaftintrigen, unerlässlich ist. Einen Krimi zu schaffen, bei dem es um wenig mehr als die Beziehungen von einzelnen Personen in der Nachbarschaft zueinander, deren sozialer Interaktion mit Anziehungen und Abneigungen geht, bedarf die Fähigkeit, den Leser in die einzelnen Figuren hinein, mitzunehmen. Das ist klar misslungen, stattdessen werden Klischees bedient, wie sie förmlich "im Buche" stehen.Schade.Die Oberflächlichkeit erstreckt sich leider auch auf die Sprache. Obwohl die einzelnen Figuren in der Vergangenheit und in der Gegenwart, als Ich-Erzähler fungieren, was normalerweise das Phänomen erzeugt, dass der Schreibende (Autor) tiefer in die Gefühlswelt der Figur eindringt, erzählen sie kalt dahin, als arbeiteten sie eine Liste ab. Zustände bekam ich bei Mike, der irgendwann erzählte "sie ritt auf mir, dann löschten wir das Licht" .Toll. (Ironie)Soll ich mir jetzt die glückliche Ehe vorstellen, die er darzustellen versucht? Kann ich nicht…Zwar versucht der Autor immer mal wieder an den Figuren zu feilen, wo er bspw. über die übertriebenen Ängste vor Unfällen etc. von Mikes Frau berichtet, aber letztlich ist es das: Ein Bericht.Es gelingt nicht. Und deshalb überzeugt es nicht. Ich vermochte es nicht einmal in den tragischsten Momenten Mikes mit ihm zu trauern.
"Ich stemmte mich gegen einen Schatten aus Schuld, der mein Inneres verdüsterte" (S. 337).Von Edvardsson las ich diesen Monat schon zwei andere Bücher:Zuerst "Die Wahrheit": Hier vergab ich 4 Sterne und schrieb dazu: Ein trauriges, ein depressives Buch, aber trotzdem Charaktere "wie im richtigen Leben".Deshalb bestellte ich mir gleich noch "Die Lüge" - und war sehr enttäuscht und vergab nur noch 2 Sterne: "Kein einziger sympatischer Protagonist, 540 Seiten geballtes Gejammer".Leider hatte ich auch schon als drittes "Die Bosheit" heruntergeladen und konnte nur hoffen, dass es ein guter, spannender Krimi sein würde.Aber nein, "Die Bosheit" schoß den Vogel ab:Ein einziges depressives Saufgelage von der ersten bis zur letzten Seite. Es wird gebechert, bis selbst der Leser schon glaubt, Alkoholdunst zu riechen.Es wird geheult, gejammert, geschluchzt, gelogen, verführt .... alles mit einer absolut depressiven Grundstimmung. Auch hier kein einziger sympathischer Protagonist, mit dem man mitleiden und mit hoffen kann, sondern alles kranke, kaputte Charaktere, die sich sehr merkwürdig und irrational benehmen; dazu null Spannung, null Humor - ich war mehrmals davon, das Buch vom Kindle zu löschen, aber entschied mich doch, weiterzulesen.Und wurde dann am Ende nochmals enttäuscht - denn es war für jeden Leser, der mehr als 2 Bücher im Jahr liest, eigentlich klar, wer Schuld am Tod von Mikaels Frau ist - und genau so kam es am Ende.Ein wahnsinnig langweiliges, depressives, unsympathisches Werk, keinesfalls ein Krimi, eher wieder aus der skandinavischen Reihe "Szenen einer dysfunktionalen, depressiven, alkoholgetränkten und paranoiden Nachbarschaft, natürlich ohne Happy End".Sorry, das war hiermit das letzte Werk des Autors, das ich las. Schlecht geschrieben (siehe Beispielsätze am Anfang), schlecht übersetzt und grottenschlecht umgesetzt, vorhersehbares 08/15 Ende. Dieses öde, depressive Setting mit nonstop Gejammer tue ich mir nicht mehr an. Der Autor scheint sich zu hundert Prozent auf dysfunktionale, seelisch kranke Familien mit psychisch beeinträchtigten Familienangehörigen zu spezialisieren.Fazit: Keine Leseempfehlung.