Rachel Evans hatte es getan. Ein Jahr hatte die Bloggerin (und gläubige Christin) Buchstaben gerecht nach der Bibel gelegt, nur koschere Lebensmittel gegessen, ihren Ehemann mit „mein Meister“ angeredet, auf die vorgeschriebene Kleidung geachtet.Nicht aus religiösem Fanatismus, sondern als ein Experiment.Gläubig ist Evans immer noch, aber nicht mehr (falls sie es je war), was den Gedanken an geht, jeder Buchstabe der Bibel wäre von Gott selbst geschrieben und damit ewige Wahrheit, nach der Mensch sich konsequent zu richten hat, will er nicht im ewigen Verderben landen.Auch solche „Experimente“ und Haltungen moderner Menschen dem „Buch der Bücher“ und vor allem seinem Inhalt gegenüber finden ihren Niederschlag im Buch. Und das nicht zu knapp.Ebenso wird Ridley Scotts „Exodus“ einer näheren Betrachtung unterzogen oder die Stellung der Psychoanalyse zur Bibel mit ihren vielfachen mythischen Bildern erläutert.Was nicht zuletzt im Themenbereich „Glauben und Wirklichkeit“ auch im modernen religiösen Dialog (falls dieser stattfindet) genau jenes verbindende Element der drei großen Weltreligionen noch einmal hervorhebt, das nun einmal eine wirklich gute Grundlage für die Suche nach Gemeinsamkeiten wäre: Der „Stammvater“ Abraham.Dass die Geschichte der Archäologie und der Handschriftenkunde ebenso im Buch ausführlich ihren Platz findet, wie der aktuelle Stand der Wissenschaft zu historischen Entstehung der Bibel und zu manchen ihrer Inhalten versteht sich dabei fast von selbst (hier mehr alttestamentliche „Ur-Ereignisse“).Als „Glaubensbuch für die Christen“ stehen ebenso die Kernfragen im Mittelpunkt der Darlegung.Wer die Evangelien geschrieben hat, was es mit er“Jungfrau“ auf sich hat und warum diese zur „weiblichen Hauptfigur“ des Christentums sich entwickelt hat (stilisiert wurde?).Natürlich erhebt eine solch breit einführendes Werk nicht den Anspruch auf tiefste wissenschaftliche Forschung in sich selbst, spürbar allerdings ist durchaus, dass sich die Herausgeber mit theologisch-exegetischen Erkenntnissen gründlich befasst haben und die einzelnen Interpretationen, wie auch die archäologischen Abfolgen differenziert in die einzelnen Kapitel mit einfließen lassen.Eine einerseits nüchtern-sachliche und wohltuend distanzierte Darlegung wesentlicher Elemente der Bibel, ihrer Rezeption und vielfache Einblicke in die Folgen der Existenz des Buches, mit einer ebensolchen wohltuenden emotionalen Wärme und Nähe zu den einzelnen Themen, die flüssig und gut lesbar im Buch aufbereitet vorliegen.Eine sehr empfehlenswerte Lektüre
Kann einem den Glauben rauben.Werbung – rezensiert wird das Buch „Die Bibel“Redaktioneller Hinweis: Das Produkt wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt.Kurzform:Buchtitel: „Die Bibel“Autorin: Annette GroßbongardtVerlag: BassermannISBN-13 978-3809448105Kurzfazit: Empfehlenswert_____________________________________Ausführliche Rezension zum Produkt:Aus der Herstellerbeschreibung:Beruhen die alten Geschichten der Bibel auf historischen Tatsachen?Verschiedene Autoren und Historiker zeichnen die Entstehung der Bibel über die Jahrhunderte Jahre nach, sodass ein eindrucksvolles Bild von der Bibel bis in unsere Gegenwart entsteht.Meine Meinung:Die Bibel. Kaum lesbar. Schwer erfassbar. Kaum interpretierbar. Aber was ist dran an den fantastischen Geschichten, die da zusammengewürfelt durch die Jahrhunderte streifen?Unterschiedliche Autoren betrachten in diesem Buch hier verschiedene Begebenheiten der Heiligen Schrift. Vieles, was klar schien, erscheint nach der Lektüre in neuem Licht. Und doch oder gerade deshalb finde ich es wichtig, sich auseinanderzusetzen mit den Erkenntnissen und bewusst zu hinterfragen, was Prediger zu wissen glauben, statt alles ungesehen anzunehmen und blind der jeweiligen Auslegung der Texte hinterherlaufen.Das eBook ist gut zu lesen, durch die unterschiedlichen Berichte und Ausführungen zu den Texten ist es nie langweilig. So gesehen gibt es mehrere Spannungsbögen. Einen für jeden Bericht, wobei immer wieder die Frage im Raume steht: Was ist dran?“Von daher ein hilfreiches Buch das gut geschrieben, aktuelle Erkenntnisse nahebringt und überhaupt erst ermöglicht, dem Auftrag der Bibel aus Johannes 4:1-6 Folge zu leisten: „Glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind“.Fazit: Kann einem den Glauben rauben. Gut recherchiert, verständlich ausgeführt. Da hinterfragt man, was die Bibel lehrt.
Dieses Buch ist eine objektive Beschreibung der niedergeschriebenen Bücher, mit Erklärung des Zeitpunktes, und zeigt dadurch was der Inhalt bedeutet. Dies gilt besonders für das Alte Testament, während das Neue Testament meiner Ansicht etwas zu kurz kommt und die nicht offiziellen Schrift doch zu kurz kommen lässt (aus denen doch einige historische Fakten herrühren)