Nachdem Sherlock Holmes und sein Feind Professor Moriarty in den Reichenbachfällen zu Tode gestürzt scheinen, treffen am Ort des Geschehens der amerikanische Detective Frederick Chase und der britische Inspector Athelney Jones aufeinander. Zunächst nur an der Wasserleiche von Herrn Moriarty interessiert, stellt sich heraus, dass Chase in Wahrheit vielmehr an dem amerikanischem Schwerverbrecher Clarence Devereux interessiert ist, und lediglich eine versteckte Notiz bei Moriarty ihn zu den Reichenbachfällen führte. Jones, der in Sherlock Holmes sein großes Vorbild sieht, bietet Chase seine Hilfe an und gemeinsam machen sie sich auf die Jagd. Doch zurück in London, scheinen die Hinweise von einem blutigen Verbrechen zum nächsten zu führen. Immer in der Nähe eines geheimnisvollen Burschens …Bisher nur die Wortlaute der Hörbücher bekannt, jedoch zweifle ich keines Wegs daran, dass der Schreibstil dem eines Arthur Conan Doyle sehr nahe kommt und die Geschichte auch der eines richtigen Sherlock-Falls würdig ist. Die Geschichte wird uns aus der Sicht des Detective Frederic Chase erzählt und beginnt direkt nach den „Reichenbachfällen“. Diese Verbindungen zu den Original-Geschichten kommen im Buch natürlich sehr häufig vor, was sicherlich den ein oder anderen Holmes-Fan freuen wird. Der durchaus leichte, aber charmante Ton hat mir sehr gut gefallen und passt sehr gut zu den Geschichten, die im alten London spielen. Ebenfalls gefallen hat mir, dass jedes der 22 Kapitel einen eigenen Titel trägt. Das sieht man heutzutage ja eher seltener, aber ich finde das bereitet einen schon mal auf den Inhalt vor und man entwickelt irgendwelche Erwartungen oder Vorahnungen. Und wo wir schon bei Vorahnungen sind: In diesem Buch war wirklich Nichts vorhersehbar! Am Ende gab es eine wirkliche Überraschung, wie ich sie schon lange nicht mehr beim Lesen hatte. Ich hatte, trotz der eher unglücklichen Umstände im Buch, wirklich ein dankbares Lächeln im Gesicht. Danke dafür, dass es noch Autoren gibt, die wissen, wie man den Leser erfolgreich an der Nase herumführen kann und dann den Leser wirklich noch überraschen können. Horowitz hat hier wirklich eine schöne und gelungene Homage an Arthur Conan Doyle und seine beliebte Romanfigur geschrieben, die ich in keiner Minute als nur einen billigen Abklatsch gesehen habe.Ich kann diesen Roman nur weiterempfehlen! Vor allem an die Holmes-Fans unter euch und auch an Leser, die noch gerne richtige Geschichten lesen, die uns keine versteckte Nachricht senden oder an unseren Verstand appellieren möchten.