Ich würde mich mit Kritik normalerweise etwas zurück halten, aber ich habe so viel Zeit und Nerven verschwendet mind. 6 verschiedene Rezepte aus dem Buch zu kochen und jedes war einfach enttäuschend.1. Als Eltern von einem Baby oder Kleinkind hat man kaum Zeit - viele Zutaten müssen erst gerieben, gekocht, püriert, dann nochmal gebacken oder gebraten werden (Zubereitungszeit über 1:30 Std)2. Die Nährstoffe sind nach so vielen Zubereitungsschritten tot gekocht.3. Mir ist klar dass Babys am Anfang noch weiche Lebensmittel benötigen, aber so weich und matschig ab dem 7. Monat nun auch wieder nicht. Da am Ende eh alles total matschig ist kann man sich das aufwändige Zubereitenn sparen. Die Polenta Schnitten habe ich 2x gemacht und jedesmal war es nur Brei (der wenigstens aber gegessen werden konnte). Die Kartoffelmuffins sind nach 1:30 std(!) mühsamen zubereitens absolut Matsch gewesen (siehe Foto) und außen braun sodass ich sie nicht verwenden konnte. Das Topfbrot dauert insgesamt 4 (!) Stunden Zubereitung und war am Ende innen Matsch. Ich habe heute morgen schnelle Brötchen gebacken für meinen Sohn mit einem Rezept von einer Website, das war in 35 min fertig.4. Einzig die Brei Rezepte machen Sinn, auch wenn diese fast alle mit Kartoffel sind. Der Einband listet tolle abwechslungsreiche Lebensmittel auf die sich für Babys eignen vor allem um den Eisenbedarf zu decken. In den eigenen Rezepten kommen diese ab dem 8. Monat aber kaum vor. Generell fehlt es an Gewürzen und abwechslungsreichen Geschmack.5. Vorweg: wir ernähren uns vegetarisch, nicht vegan.Auf der vorletzten Seite steht jedoch, "Welche Milch? (...) Soja Milch kann die Hormonentwicklung durch Isoflavone stören. Getreide und Nussdrinks sind weniger geeignet."Es ist wissenschaftlich widerlegt, dass Isoflavone (pflanzliches Östrogen) Einfluss auf die Hormonentwicklung hat.Es kommt nur darauf an dass die Drinks Vitamin D, Calcium und B2 und B12 enthalten, Kuhmilch ist dafür nicht erforderlich.Ich hab wirklich keine Lust mehr weitere Rezepte zu probieren aus diesem Buch. Wenn ich meinem hungrigen Kind dann am Ende doch ein fertiges Gläschen aufmachen muss, die Küche vor lauter benutzter Schüsseln, Blechen und Pfannen überquilt (nur für 1 Sache) und die matschigen Ergebnisse nicht mal besonders lecker sind. Leider nicht zu empfehlen das Buch.