Was sagen wir eigentlich wenn wir bestimmte Begriffe benutzen? Eine anthropologische Reise um
die Welt in 28 Wörtern. Der berühmte französische Anthropologe Marcel Mauss verstand es wie
kein Zweiter in fernen Welten die spezifischen Konzepte einer spezifischen Kultur zu
unterscheiden und ihre Bedeutung und ihren Gebrauch zu rekonstruieren. Einige von ihnen wie
'Tabu' oder 'Mana' die beide aus Polynesien stammen haben so Eingang in unsere Sprachen
gefunden. Auf den Spuren von Mauss versammelt Tobie Nathan solche Wörter um ihre Beziehung zu
jener Gesellschaft zu untersuchen in der sie entstanden sind und um über ihren Gebrauch in
anderen Gesellschaften nachzudenken. Er legt eine ebenso reiche wie anschauliche Sammlung von
Begriffen vor die Fenster in andere Kulturen öffnen. Ein einzelnes Wort so zeigt sein Buch
von A bis Z kann uns auf ungemein erhellende und bereichernde Weise fremde Denk- Lebens- und
Gesellschaftsformen erschließen. Von Kanada bis zu den Philippinen von Neuguinea bis in den
Nahen Osten erkundet der Ethnopsychoanalytiker Tobie Nathan Konzepte in fernen Welten die
ebenso spezifisch für das Fremde wie erhellend für das Eigene sind. Der Dschinn aus dem Maghreb
oder dem Nahen Osten beschäftigen Nathan ebenso wie der Vodoo aus Benin oder Togo weil sie die
klinische Arbeit mit Patienten aus diesen Welten kohärenter machen. Denn wenn vom Fremden die
Rede ist ist es häufig das eigene Fremde das wir in uns tragen.