Die Motivation, dieses (Hör-) Buch zu verfassen, umschreibt Gregor Gysi mit dem Satz: "Wenn DAS jemand liest, dann WIR!". Und er tut recht daran, denn die ausgesuchten Textstellen stammen weder aus der braunen "Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA)" noch den blauen "Marx-Engels-Werken (MEW)", sondern aus dem privaten Briefwechsel der beiden Philosophen.Die beiden lästern und beleidigen ihre Zeitgenossen auf üble Art und Weise - genauso wie sie als Autoren auch zu ihren Lebzeiten keinerlei Rücksicht auf "die breimäuligen Faselhänse der deutschen Vulgärökonomie" (Karl Marx, Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 22. (2) genommen haben. Nein, zum Feind musste man die beiden seinerzeit gewiss nicht haben, zu scharf war ihr Intellekt und zu respektlos war ihre Art.Für die Rolle des Karl Marx könnte es wohl keine kongenialere Besetzung geben als Harry Rowohlt. Und wenn Gregor Gysi auch keine Ähnlichkeit mit Friedrich Engels hat, so ist ihm dessen Person und Werk unzweifelhaft bestens vertraut. Anna Thalbach trägt als Dritte im Bunde die jeweils einleitenden Versatzstücke vor.Fazit: Um im Jargon von Marx/Engels bzw. Rowohlt/Gysi zu bleiben: Nichts für neoliberale Warmduscher (auf der CD verwenden beide ein weitaus drastischeres Wort), wohl aber für Kenner (mit Humor) der beiden wohl größten Wirtschaftswissenschaftler des 19. Jahrhunderts.
Produktfakten auf einen Blick zur EAN 9783837141788
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9783837141788
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1093632
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Musik
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22.04.2026 01:06 Uhr
Produktbeschreibung
"Wenn das jemand liest, dann wir!" Gregor Gysi Es erwartet Sie eine spannende Lesung aus den persönlichen Briefen und Texten der berühmtesten Philosophen der Welt: Karl Marx und Friedrich Engels. Diese privaten Briefe dieser beiden Männer sind so unerwartet deftig, dass wir unbedingt eine Lesung daraus machen mussten. Doch fangen wir mit den Eckdaten der beiden an: Karl Marx wurde 1818 in Trier geboren und starb 1883 in London. Friederich Engels wurde zwei Jahre später in Wuppertal geboren und starb 1895 in London. 1848 verfassten die beiden Freunde ihr berühmtestes Werk, das "Kommunistische Manifest" und gründeten kurz darauf die "Neue Rheinische Zeitung" in Köln. Die Zeitung wurde binnen kurzem mit einer für diese Zeit ungewöhnlich hohen Auflage von nahezu 6.000 Exemplaren zu einem der berühmtesten Presseorgane der Revolutionsjahre in ganz Deutschland. Bei den Behörden war die Zeitung wenig beliebt und so stellte die "Neue Rheinische Zeitung" bereits nach wenigen Monaten und Schikanen durch den preußischen Staat ihr Erscheinen wieder ein. Marx wurde als Nichtpreuße ausgewiesen. Gegen die restlichen Redaktionsmitglieder wurden gerichtliche Verfahren eingeleitet. Marx ging ins Exil nach London, wo er bis zum Lebensende 1883 blieb und sein sehr berühmtes Werk "Das Kapital" verfasste. Sein Kumpel Engels beteiligte Sich noch an den letzten revolutionären Kämpfen in Baden. Als diese schließlich niedergeschlagen wurden, setzte auch Engels sich ins Exil ab. Nach dem Tode von Marx erbte Engels alle seine schriftlichen Unterlagen. Nach Engels¿ Tod wiederum ging alles in das Eigentum der SPD über, die Marx¿ Nachlass aber so nachlässig verwaltete, dass einige seiner Aufzeichnungen einfach verloren gingen. Einer der Menschen, die sich daran machten, alle Dokumente der beiden wieder zu einer kompletten Sammlung zusammenzutragen, war ein Mann namens Dawid Rjasanow, der von Beruf Leiter des Moskauer Marx-Engels-Instituts war. Herr Rjasanow sammelte einfach alles. Auch die Briefe, aus denen diese Lesung besteht. Das machte ihn in den Augen der sowjetischen Führung so verdächtig, dass man ihn 1938 vorsichtshalber erschießen ließ. Man kann ja nie wissen bei so neugierigen Leuten! Es wird vorgelesen, was teilweise nie für die Öffentlichkeit bestimmt war! Und Sie werden fürs Zuhören bestimmt nicht erschossen! Versprochen! (1 CD, Laufzeit: 1h 10)
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Letzte Aktualisierung: 22.04.2026 01:06 Uhr.