Sehr zäh zu lesen. Der Anfang ist noch gut geschrieben, dann wird es immer wulstiger. Die ersten Kapitel über fiktive Wirtschaftsysteme, die von griechischen Philosophen ausgedacht wurden fand ich sehr irrelevant. Später wurde es inhaltlich besser aber auch nicht wie erhofft. Und wie gesagt, sehr zäh. Wirklich Freude beim Lesen kam nicht auf. Hätte man sicher spannender gestalten können, gerade weil der Anspruch eben keine wissenschaftliche Schrift war.
Das Buch ist einfach, verständlich und so auch für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler zu empfehlen.Es wird eine Reise quer durch die Wirtschaftssysteme (Platon, Morus,...diverse Formen von Sozialismus) gemacht. Anhand von zwei Kriterien (Kooperation und Allokation) wird ihre Existenzmöglichkeit untersucht und ihre Vor- und Nachteile verdeutlicht.Dieser kurze Überblick stößt zum Denken über Alternativen zum Kapitalismus an, jedoch ist das letzte Kapitel in seiner Kritik an der aktuellen Wohlfahrtspolitik (Reduzierung von wohlfahrtspolitischen Maßnahmen) wohl der eigentliche Kern der Reise, denn nicht die Marktwirtschaft an sich ist das Übel, sondern die Gesetze und Regeln, wie diese ausgestaltet wird. Die Mittel zur Verbesserung sind allen Ökonomen, Politikern und Co. bekannt - die Frage, die bleibt: "Wann findet das Umdenken in unserer Gesellschaft statt, wann werden die Interessen der Schwächeren wieder in den Fokus gesetzt, wie viele Krisen brauchen wir noch....?"
Ein großartiges Buch! Es sollte im Sozialkundeunterricht verwendet werden. Eine sehr fundierte und sachliche Analyse ohne Polemik. In vielen Bücher findet man Kritik an den Auswüchsen unseres Wirtschaftssystems. Alternativen dazu werden jedoch selten so klar diskutiert. Man benötigt eigentlich keine Volkswirtschaftlichen Grundkenntnisse um der Argumentation folgen zu können. Aber man kann bei diesem Buch Spaß an der Ökonomie bekommen.