Das Büchlein von Thomas Riepe bietet auf überschaubaren 70 Seiten eine kompakte Information für Hundehalter und solche, die es werden wollen. Und auch für Menschen, die sich schon intensiver mit dem Thema "Hund" beschäftigt haben, bietet es nochmal eine Gesamtzusammenfassung der gängigen - teilweise vollkommen absurden - Theorien.Somit ein Buch, das in jeden Haushalt gehört, in dem sich Hunde aufhalten - Pflichtlektüre sowohl für alle, die noch nie einen Hund hatten, als auch für diejenigen, die schon lange das Gefühl haben, dass das, was "man" so hört - bzw. in vollkommen veralteten Hundeschulen "gelehrt" wird - totaler Blödsinn ist.Denn leider kann nicht oft genug mit diesen angeblichen "Fakten" und Mythen aufräumen - Thomas Riepe bietet hier (neben seinen anderen Büchern) eine gutes Nachschlagewerk - um auch mal eine Quellenangabe zitieren zu können, die sich jenseits bloßer "Meinungen" und dem gängigen (Fernseh-)Mainstream - bewegt: Nicht jede/r, der/die am lautesten schreit oder sich am besten vermarkten kann, ist auch der - oder diejenige - die über wirkliches Wissen verfügt. Thomas Riepe hebt sich hier still und leise von der Masse ab - wenn er etwas schreibt, beruft er sich im Wesentlich auf kynologische Fachliteratur, was nicht heißen soll, dass man den gesunden Menschenverstand ausschalten und nun wieder nur diesem Autor (oder anderen) blind folgen soll. Das schreibt er allerdings auch selbst und ich finde, gerade das macht ihn ehrlich und sympathisch. Es gibt eben nicht "das" Wissen - und wer wirklich lernen will, fragt am besten diejenigen, die es absolut am besten wissen: Die Hunde. Alles, was Hunde daher nicht selbst auch tun, kann man lassen - allerdings nicht, ohne zuvor mit Verrücktheiten wie dem "Nackenschütteln" und ähnlichem aufzuräumen.So wird in diesem Buch zum Glück endlich einmal auch mit dem neumodischen Irrsinn der sogenannten "Welpengruppen" aufgeräumt - aber auch mit Themen wie "Alpha", "Dominanz", "Leithund" und "Rudelführer".Summa summarum daher ein wirklich gutes Buch, das in erster Linie eines bewirkt: Sich wieder am eigenen Bauchgefühl und dem gesunden Menschenverstand zu orientieren.