Der ehemalige Umweltminister des Saarlandes, Stefan Mörsdorf, erzählt in seinem Buch „Schritt für Schritt“ , wie er nach einer Hirnblutung zurück ins Leben findet, und dass, obwohl ihm die Ärzte wenig Mut machten und ihn als Schwerstpflegefall einstuften. Vier Jahre später, im Oktober 2016, steht der Geograf mit Pilgerstab und Tränen in den Augen vor der gotischen Kathedrale von Metz. Auf eigenen Füßen hat er den ersten Teil seiner Pilgerwanderung auf dem Jakobspfad vom pfälzischen Hornbach nach Metz trotz aller Widrigkeiten bewältigt. Einen Teil der Strecke wurde er begleitet, einen Teil wanderte er alleine und erlebte dabei so manches Abenteuer, lernte aber auch Land und Leute kennen.Von seiner Wanderung auf dem Sternenweg handelt der Großteil dieses Buches. Der Autor möchte damit Menschen in vergleichbarer Situation Mut machen, in dem er zeigt, dass der Glaube Bäume versetzen kann.Dieses Buch ist dreierlei. Zum einen ist es ein Reisebericht, zum anderen ist es aus der Sicht eines schwer erkrankten Menschen geschrieben und letztlich ist es auch Geschichtskunde, denn der Autor weiß so manche Sage oder Tatsache über die Orte, die er auf seiner Wanderung durchquert, zu berichten. So gewähren seine Etappen auch einen Blick auf die Geschichte und Kultur der deutsch-französischen Grenzregion. Und Metz ist nur das erste Ziel. Stefan Mörsdorf hat sich vorgenommen, bis Santiago de Compostela zu laufen, auch wenn er täglich kaum mehr als 5 km aufgrund seiner zurückgebliebenen Gehbehinderung packt. Der Weg ist das Ziel.