Dieses kleine, einfache Buch gehört zu jenen, von denen man sich wünscht, sie schon vor 12 Jahren gelesen zu haben. André Stern zeigt die ihm ureigene Brillanz in solch still machender Einfachheit, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Tief berührt von dieser inneren Wahrheit könnte man/ frau nun denken: "Was habe ich da alles geschehen lassen?", doch wie ungeheuer heilsam, das Gelesene als Botschaft zu begreifen: alles darf sein, denn wir können weiter tragen, was uns wichtig erscheint. Immer. Danke zutiefst für dieses bedingungslose Vertrauen.
André Stern bringt auf den Punkt, was die moderne Hirnforschung bestätigt: Spielen und lernen sind zwei untrennbare Dinge.Für mich, als pädagogische Fachkraft, Eltern-Kind-Kursleiterin und Mutter eines kleinen Jungen, eine zwingend notwendige Erkenntnis in Zeiten, in denen wir schon Kinderbetreuungseinrichtungen zu Schulen umfunktionieren, die extrinsisches Lernen voraussetzen, Freude, Begeisterung und Liebe verloren gehen.André Stern schreibt in seinem Buch mit spürbarer Hingabe verständlich und verdeutlicht an sinnhaften Beispielen seine Thesen. Man bekommt teils völlig neue Blickwinkel und betrachtet die Welt durch ihn wieder aus den Augen unserer Kinder. Für mich ist "Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben" ein durchweg inspirierendes, bewegendes und berührendes Werk von einer sympathischen Persönlichkeit, die den Blick wieder auf das wertvollste unserer Gesellschaft legt - Kinder - und diesen eine Lobby gibt. Ein Muss nicht nur für Eltern, sondern vor allem auch für Menschen, die beruflich mit Kindern zu tun haben. Danke!