Mitch Albom ist mit diesem Roman ein weiteres Meisterwerk gelungen. Immerhin hat er in Folge sechs Bücher geschrieben, die auf der Bestsellerlist der New York Times auf Platz eins landeten. Ich denke, er wird nichts bessers mehr schreiben, weil er am Höhepunkt seiner Meisterschaft angelangt ist. Dieser Roman spiegelt sein ganzes Können wider.Wir alle kennen die Geschichte von Musiklegenden wie Elvis Presley oder Jimi Hendrix. Die Geschichte von Frankie Presto musste allerdings erst erzählt werden - und sie ist genauso großartig, wenn auch an vielen Stellen tragisch und herzzerreißend, aber das kennen wir ja aus den Biographien anderer Größen. Das fantastische Element in dieser Erzählung ist, dass die magischen Saiten auf denen Frankie spielt, (sechsmal) die Macht haben, Leben zu verändern. Einst gehörten sie El Pele, einem Zigeuner und Heiligen, der sie Frankies Mutter schenkte.Auf den letzen Seiten des Buches bedankt sich der Autor bei einer Reihe von Musikergrößen, die es ihm erlaubten das Leben von Frankie Presto mit ihrem realen zu verflechten. Auch das ist besonders. Mitch Albom schreibt: "Sie haben mir so weit vertraut, dass sie sich meine Worte in den Mund legen und ihre persönliche Geschichte in einem parallelen Universum schreiben ließen. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar".Hoffentlich wird diese Geschichte auch verfilmt, könnte ein Highlight werden.
Ich muss vorwegschicken, dass ich nur deshalb auf dieses Buch gestoßen bin, weil es in meinen persönlichen Amazon-Vorschlägen auftauchte. Dafür herzlichen Dank. Danke auch für den niedrigen Kindle-Preis von nur € 0,99 - warum eigentlich so niedrig?Anfangs dachte ich, dass das Buch eher schlecht übersetzt sei, aber je mehr ich las, desto mehr habe ich mich an den Stil gewöhnt. Vielleicht hat der Autor das tatsächlich so gewollt. Aber dennoch bleibt das Gefühl einer nicht optimalen Übersetzung. Inhaltlich ist die Geschichte in sich gut aufgebaut, von verschiedenen Personen beleuchtet, mit Rückblenden und erklärenden Zeitsprüngen - interessant. Die Liebe zu der "eigenen" Familie in ihren verschiedenen zeitlichen Perioden und Formen sowie zur Musik ist wundervoll dargestellt, wenngleich für meinen Geschmack etwas zu langatmig und vorhersehrbar. Aber dennoch ein empfehlenswertes Buch.Und doch: Titel und Aufmachung anderer Werke von Mitch Albom verleiten mich nicht, jetzt weitere Bücher von ihm zu kaufen. Vielleicht wird kommt das ja noch.