Andrea Sorrentino ist ein grandioser Zeichner und das weiß ich jedes Mal zu schätzen. Bei Gideon Falls wohl am meisten. Seine Stärken sind noch ein Stück besser geworden und seine Schwächen teilweise abgestellt. Und die Kreativität findet sich überall wieder.Dabei ist der letzte Band ohne Bruch, alles aus einem Guss, kein Cover und keine Unterbrechungen. Der Grund ist einfach: Es ist nur ein Heft. Dazu kommen weiße Seiten – die man sich immer trauen muss und auch kreative Seiten und Panelaufteilungen. Optisch war und ist Gideon Falls ein wahrer Hit. Und wenn man den Comic drehen muss.Aber auch die Geschichte liefert ab, bei einem Autor namens Jeff Lemire ist das natürlich keine Überraschung. Die Geschichte wird schlüssig hier hingeführt und man bekommt das, was ich als das Inception Ende betiteln würde. Das ist kein echter Spoiler, denn es heißt: mach dir das Ende wie es dir gefällt.Gefühlt kam das Ende zu einem überraschendem Zeitpunkt, aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn nachdem letzten Heft gibt es „das letzte Skript“. Dadurch wären die inneren Zusammenhänge erläutert und man bekommt mehr Einblicke. Ich bin über diesen letzten Band, das Ende und die gesamte Serie sehr zufrieden und kann sie nun bedenkenlos jede*m empfehlen.
Gideon Falls gilt zweifelsfrei als eine der besten und erfolgreichsten Reihen der vergangenen Jahre.Im Splitter Verlag erschien jüngst der sechste und damit letzte Band der Reihe. Autor Jeff Lemire und Zeichner Andrea Sorrentino haben eine unglaublich packende Welt des Horrors kreiert, welche nicht selten meinen Atem geraubt hat. Die verschiedenen Varianten von Gideon treffen aufeinander und bilden ein Zentrum, in welchem Fred, Norton und die Anderen den Lachenden Mann endgültig besiegen wollen. Doch kann das gelingen?Wie auch zuvor, begeistert das Finale mit einer extrem dichten Atmosphäre und liefert Zeichnungen erster Klasse. Das Finale beweist erneut, welche Klasse Lemire mit sich bringt. Denn das Ende braucht Zeit. So schnell es erscheinen mag, so sehr muss es im Kopf reifen. Letztlich passt es wie die Faust aufs Auge, lässt man das ganze Geschehen einmal Revue passieren. Belohnt werden wir anschließend mit umfangreichen und informativen Bonusseiten.
Lemire schreibt mehr und mehr und mehr. Leider sinkt dabei die Qualität.Was hier sehr gut angefangen hat und dann immer mehr nachließ endet schließlich sehr enttäuschend und belanglos.Schade.