Berlin 1930. Der Schlesische Bahnhof im Osten Berlins umgeben von Arbeiterquartieren
Kaschemmen und billigem Vergnügen ist Durchgangsstation für Reisende und oftmals Endpunkt für
die die nichts mehr haben. Im Wartesaal 3. Klasse sammeln sich diese Gestrandeten ¿
Arbeitslose Invaliden Prostituierte und allerhand zwielichtige Gestalten. Mittendrin fünf
Jugendliche: Kurt Heinersdorf von zu Hause getürmter Gymnasiast der von einer Karriere in
Südafrika träumt allerdings vom ausgebüxten Fürsorgezögling Fritz Knelke um seine Ersparnisse
gebracht wird Lotte Streit die es in ihrem Elternhaus nicht mehr ausgehalten hat der soeben
arbeitslos gewordene Tanzpalast-Page Paul Mielenz und der schüchterne Tischlerlehrling Alfred
Schütte. Es geht auf Mitternacht zu und eine Polizeirazzia lässt die kleine Gesellschaft
auseinanderstieben. Sie tauchen in die Großstadt hinein allein zu zweit mit oder ohne Ziel.
Und dann geschieht ein Mord ... Der Theaterhistoriker Klaus Völker ordnet in seinem Nachwort
den Roman in Berstls Biografie und Gesamtwerk sowie in die zeitgenössische Berlin-Literatur
ein. Ein Berlin-Roman par excellence der mit großer Dynamik kräftiger Sprache und einer Menge
Lokalkolorit die große Stadt in den Weimarer Jahren in den Blick nimmt.