Ich habe das Buch vor zwei Wochen geschenkt bekommen und bin noch immer ganz begeistert.Rein optisch war der erste Endruck schon toll. Ich bin kein großer Fan von gekünsteltem Foodsyling und Hochglanzbildern und so waren mir die warmen Farbtöne und das schöne Format von Anfang an sympathisch. Es wirkt alles echt und bodenständig und gleichzeitig auch äußerst ansprechend, was sicherlich auch an dem hochwertigen Pappeinband liegt.Ich hatte sofort große Lust bekommen, ein bisschen durchzublättern und die ersten Gerichte nachzukochen. Das habe ich direkt gemacht (es gab grünen Hummus mit Falafel und eine Art gefüllte Auberginen) und das Ergebnis hat mir (und meine Familie :) so gut geschmeckt, dass ich es zwei Tage später nochmal nachkochen musste. Inzwischen habe noch ein paar weitere Gerichte aus den anderen Kategorien ausprobieren können (z. B. ist sind der Sirupkuchen und gefüllten Weinblätter einfach traumhaft), alles ließ sich ohne böse Überraschungen nachkochen und auch geschmacklich waren wir alle immer sehr angetan. Natürlich sind auch immer mal wieder Zutaten aufgeführt, die in der deutschen Küche nicht ganz so geläufig sind, aber bislang habe ich Alles (z. B. Piment, Filoblätter, Granatapfelsirup) einfach bekommen oder problemlos ersetzen können.Zu jedem Rezept gibt es ein schönes und ganzseitiges Bild, ein übersichtliche Kochanleitung und häufig auch nette kleine Zusatzinfos (wie z. B. eine Erklärung zu den Ursprüngen der Gerichte und dazugehörigen Namen, Ideen zum Kombinieren), die ich ich toll und spannend finde und dem ganzen Buch quasi das gewisse Etwas geben. Wahrscheinlich wurde es mir deshalb auch geschenkt, denn es ist doch ein bisschen mehr als ein reines Kochbuch und es versprüht tatsächlich so etwas wie eine mediterrane Urlaubsstimmung.Alles in allem: die Optik ist schick, die Rezepte abwechlungsreich und doch alltagstauglich und am allerwichtigsten, geschmacklich überzeugt es auf der ganzen Linie. Somit: Eine klare Kaufempfehlung (bzw. Verschenkempfehlung) von meiner Seite aus.
Die griechische Küche besteht von Natur aus einfach aus Tonnenweise veganen Gerichten, basierend auf Gemüse. Ich finde es sehr schade, dass auf diese in dem Buch überhaupt nicht eingegangen worden ist und sich auf den Ersatz von modernen Fleisch und Milchprodukten konzentriert worden ist. Aber gut, über Tradition gegen Moderne kann man sich streiten. Ein bisschen Balkanküche als auch die iberischen und levantinischen Räume werden auch noch oberflächlich erkundet.Ich denke, dass die Zielgruppe dieses Buches einfach Leute sind, die sich noch nie mit der Küche auseinandergesetzt haben und vielleicht lieber etwas nachkochen wollen, was sie aus den griechischen Restaurants in Deutschland kennen. Es ist nichtsdestotrotz kein ein schlechtes Buch. Die Aufmachung hat mir sehr gut gefallen, von dem schönen veganen Vorwort bis zum Ende! Es ist offensichtlich, dass Frau Vetouli (ja, Theofanó ist eine Dame) und Kollegen viel Zeit und Liebe investiert haben. Ich persönlich hätte mir lediglich authentische Rezepte gewünscht.