Hallo,ich habe mich mit dem Thema in meiner Facharbeit auseinandergesetzt und muss sagen, dass der Herr Erik Bosch ein hervorragenes Buch geschrieben hat. Alles was man wissen muss steht in dieser Lektüre ,die einfach zu lesen ist und in der anschauliche Fallbeispiele beschrieben werden. Da das Thema bei mir auf der Arbeit oft akut ist, ist es für mich gut zu wissen, dass Erik Boschs "Tod und Sterben im Leben von Menschen mit geistiger Behinderung" in meinem Regal steht.
Dieses Thema wird auch gerne (wie Sexualität) umgangen oder reduziert. Hier werden wichtige Einblicke gegeben und auch andere Seiten von Tod und Trauer beleuchtet. Absolute Empfehlung, wie alle anderen Bücher von Erik auch.
Wer sich wünscht, mithilfe des Buchs von E. Bosch sterbende Menschen mit geistiger Behinderung pflegen und begleiten zu können, kann nur enttäuscht werden. Der Leser bekommt kaum Informationen zu notwendigen pflegerischen, medizinischen und psycho-sozialen Maßnahmen. Sterbebegleitung wird hier fast ausschließlich auf Abschiedskultur, Trauer und Vorabsprachen reduziert. Eine fachbereichsübergreifende Palliative Care (lindernde Pflege und Betreuung) wird noch nicht einmal im Ansatz dargestellt.Leider ist der Bereich der Behindertenarbeit immer noch zu sehr von Pädagogik dominiert, so dass solch einseitige Darstellung von Sterbebegleitung sogar den ein oder anderen Mitarbeiter der Behindertenarbeit als Leser finden wird.Empfehlung: Weiter recherchieren - da gibt es sehr viel Besseres auf dem Buchmarkt!