Die AusführungTeleskopruten oder Steckruten
Wer sich intensiver mit dem Angeln beschäftigen möchte, wird nicht umhin kommen, sich auch mit der Wahl einer geeigneten Angelrute auseinanderzusetzen. Die vielfältigen Methoden des Angelns haben eine Vielzahl unterschiedlicher Rutentypen hervorgebracht, die sich nach Bauart und Ausstattung zum Teil sehr stark voneinander unterscheiden.Dem Einsteiger in die Welt des Angelns stehen dabei Modelle zur Verfügung, die man bereits recht günstig kaufen kann. Je mehr Erfahrungen man sammelt und je nach Grad der Spezialisierung auf bestimmte Methoden und Zielfische, wird bald den Wunsch nach speziellen hochwertigen Geräten entstehen lassen.
Das Material
Prinzipiell kann jeder Rutentyp teleskopisch oder als Steckrute konstruiert sein. Teleskopruten überzeugen hierbei mit ihrer kurzen Unterteilung und sehr geringen Transportma?en. Diesem Vorteil stehen allerdings Nachteile in Form einer ungünstigeren Aktion und Biegekurve gegenüber. Dementsprechend sind beispielsweise Spinnruten, bei denen es auf solche Merkmale ankommt überwiegend Steckruten. Andere Angelmethoden, wie beispielsweise das Grundangeln auf Aal erfordern solche Ansprüche nicht. Hier ist auch das meist etwas höhere Gewicht der Teleskopruten nachrangig. Die einzelnen Teile einer Steckrute lassen sich meistens mittels ?berschubverbindungen zusammenfügen. Sehr hochwertige Modelle haben auch Zapfenverbindungen, die eine Unterteilung der Gerte kaum spürbar machen.
Der Rutengriff und die verwendeten Materialien
Im Allgemeinen haben verschiedene Kohlefasermaterialien im Rutenbau Einzug gehalten. Die Vorteile dieser Werkstoffe bestehen zum Einen in ihrem geringeren Gewicht im Vergleich zur früher üblichen Glasfaser, zum Anderen lassen sich Ruten mit wesentlich optimierten Eigenschaften wie Aktion und Biegeverhalten herstellen. Einige Dimensionen sind durch hochverdichtetes Carbon überhaupt erst möglich geworden. Hierzu zählen unzweifelhaft die langen Stippruten der Friedfischangler, die schnell Längen von mehr als 13Meter aufweisen können.Einen Nachteil haben Kohlefaserruten jedoch hinsichtlich ihrer hohen Empfindlichkeit gegenüber Einwirkungen wie Stö?en oder Schlag. Auch bei plötzlich auftretenden Belastungen besteht eine erhöhte Bruchgefahr. Die Hersteller verwenden daher Carbon im Verbund mit Glasfasern, wenn es auf die Konstruktion starker Ruten ankommt, die beim Einsatz schweren Belastungen ausgesetzt sind. Besonders schwere Bootsruten sind häufig aus Composit-Material hergestellt.
Beringung und Ringeinlagen
Unbedingt zu beachten ist die Fähigkeit der Kohlefaser, elektrischen Strom zu leiten. Besonderes Augenmerk soll hier auf das Angeln bei aufkommenden Gewittern gerichtet werden, was ohnehin nicht ungefährlich ist.