1. Insulin und wie man damit umgeht
Inhalt
2. Blutzuckerteststreifen im Diabetikerbedarf
Das lebenswichtige Hormon Insulin wird in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet, die nur in den Langerhans-Inseln vorkommen. Es reguliert den Blutzuckerspiegel, indem es für die Glukoseaufnahme und dessen Zwischenspeicherung in der Leber zuständig ist. Insulin ist bei der Erkrankung durch Diabetes ein Schlüsselfaktor, denn wenn es im Körper teilweise oder komplett fehlt, dann muss medikamentös Abhilfe in diesem Ungleichgewicht geschaffen werden. Das erfolgt, indem der betroffene Diabetiker seinen Blutzuckerspiegel mithilfe eines Blutzuckermessgerätes ermittelt und anhand dieser Messung den zum Gleichgewicht fehlenden Bedarf an Insulin zu sich nimmt. Dieser Prozess ist jedoch nicht annähernd so schnell wie der natürliche Regelungsprozess eines gesunden Menschen, was sich an der sehr kurzen biologischen Halbwertzeit Insulins von circa fünfMinuten feststellen lässt. Die Verabreichung von Insulin erfolgt hauptsächlich durch die subkutane Injektion, was bedeutet, dass der Wirkstoff in das Gewebe direkt unter der Haut gespritzt werden muss. Eine perorale beziehungsweise mündliche Aufnahme hat keinen Sinn, da die verwendeten Eiwei?ketten bei der Verdauung aufgespalten werden, bevor eine Wirkung eintreten kann.
3. Insulinspritzen und Pens
Die Lagerung und der richtige Umgang mit der Injektionslösungen ist bei Insulinpräparaten sehr wichtig. Im Gebrauch sind angebrochene Fläschchen oder Ampullen bei Zimmertemperatur zu lagern. Sie können bis zu vier Wochen lang verwendet werden. Wenn Du einen Vorrat an Insulin vor Ort haben möchtest, so sollte dieser im Kühlschrank zwischen zwei bis acht Grad aufbewahrt werden. Das auf der Packung vermerkte Haltbarkeitsdatum ist hier der Richtwert zur Verwendungsdauer. Es ist wichtig zu wissen, dass sowohl eine zu warme als auch eine zu kalte Lagerung des Insulins Folgen haben kann, die die Wirksamkeit des Präparates beeinflussen beziehungsweise sie komplett au?er Kraft setzen können. Das bedeutet zum Beispiel, dass es keinen Sinn macht Insulin einzufrieren und dass man im Winter darauf achten sollte, mitgeführtes Insulin dicht genug am Körper zu tragen. Bei Flugreisen empfiehlt es sich, das Insulin im Handgepäck zu transportieren, da in den Frachträumen eines Flugzeuges sehr tiefe Temperaturen herrschen. Da das Insulin im Sommer bei der Mitnahme kühl gelagert werden muss, gibt es dafür zum Beispiel auch spezielle Kühltaschen.
4. Zubehör zum Blutzuckermessgerät
Bei diesen Streifen handelt es sich um einen Verbrauchsartikel, der zusammen mit dem Blutzuckermessgerät verwendet wird. Bei der Messung des Blutzuckerspiegels wird ein Blutstropfen auf das Reaktionsfeld des Teststreifens aufgetragen. Dort findet dann eine chemische Reaktion mit einem Enzym statt, das nur mit Glukose reagiert. Es werden negativ geladenen Teilchen freigesetzt, die durch die Tatsache, dass das Reaktionsfeld des Teststreifens auf einer Elektrode des Messgerätes aufliegt, einen leichten Stromfluss auslösen. Dieser wird bei vielen Geräten mithilfe der Amperometrie gemessen und gibt an, wie hoch der Glukose-Gehalt des Blutes ist. Der Stromfluss steigt dabei proportional zusammen mit dem Glukose-Gehalt an.