1. Mit welchen Reifen darf ich im Winter überhaupt fahren
Die sogenannte situative Winterreifenpflicht in Deutschland zielt auf Wetter und Stra?enverhältnisse ab. Bei Schneeglätte, Schneematsch oder ähnlichen Bedingungen schreibt der Gesetzgeber geeignete Reifen vor. Ab 1. Oktober 2024 muss es sich um wintertaugliche Reifen handeln, auf deren Flanke das Alpine-Symbol abgebildet ist. Dieses Piktogramm stellt einen stilisierten Berg mit Schneeflocke dar. Das Alpine-Symbol stammt aus Amerika und ist dort unter dem Namen Three Peak Mountain Snowflake (3PMSF) bekannt. Um es zu führen, muss der Reifen eine um mindestens 7Prozent bessere Traktion und einen um 25Prozent besseren Bremsweg auf Schnee als ein Referenzreifen besitzen. Die bis Ende September 2024 erlaubte MS-Kennzeichnung für Winterreifen ist hingegen ohne Aussagekraft. Sie kann von jedem Hersteller ohne irgendwelche Anforderungen genutzt werden. Ab dem genannten Datum gilt sie nicht mehr.
2. Aufbau und Gummimischung von Ganzjahresreifen
Ganzjahresreifen oder Winter- und Sommerreifen
3. Für welche Fahrer eignen sich Ganzjahresreifen
Für viele Autofahrer stellt sich die Frage, ob Ganzjahresreifen eine vollwertige Alternative zur Kombination aus Sommer- und Winterpneus sind. Soviel vorweg Ein Modell, das in allen Disziplinen einem jahreszeitlich gebundenen Testsieger-Spezialisten überlegen ist, gibt es nicht. Jedoch stellen viele Ganzjahresreifen einen guten Kompromiss dar.
4. Wann sollten die Reifen erneuert werden
Das Fazit zahlreicher Tests verschiedener Fachzeitschriften und Prüforganisationen lautet Einige Allwetter-Modelle zeigen besonders im Winter eine mehr als brauchbare Leistung. Hinsichtlich Handling, Traktion und Bremsweg auf schneebedeckter Fahrbahn erreichen sie das Niveau eines guten Winterreifens. Vor allem die Ganzjahresreifen von Goodyear, Continental, Vredestein und Michelin haben sich mehrfach in Prüfungen bewährt. Schwächen zeigen die Allrounder eher bei sommerlichen Bedingungen. Fahrverhalten und Bremswerte sind bei höheren Temperaturen einem guten Sommerreifen unterlegen. Fällt die Wahl dennoch auf Allwetterreifen, so hat das einige Vorteile
Ganzjahresreifen —
Begriffe erklärt
Die wichtigsten Begriffe rund um Ganzjahresreifen einfach erklärt.
EU-Reifenlabel
Durch das Reifenlabel erfolgt eine Einteilung des Reifens nach verschiedenen Kriterien. Die Nasshaftung bezieht sich auf die Bremsleistung bei Nässe. Die Einteilung erfolgt in Klassen von A (kurzer Bremsweg) bis F (langer Bremsweg). Nach demselben Muster, hier allerdings bis Klasse G, wird der Rollwiderstand angegeben, der einen direkten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch hat. Weiterhin findest Du auf dem Reifenlabel eine Information zur Geräuschemission in Form eines Schallwellen-Symbols. Je mehr schwarze Streifen (maximal 3) das Symbol aufweist, desto leiser ist der Reifen. Zusätzlich dazu ist auch eine Angabe des Vorbeifahrgeräusches in Dezibel aufgedruckt.
Felgendurchmesser
Aus dem Innendurchmesser des Reifens ergibt sich die passende Felgengrö?e. Diese wird in Zoll angegeben und muss bei Reifen und Felge übereinstimmen, da der Reifen sonst nicht auf die Felge montiert werden kann. Der Felgendurchmesser ist auch auf der Reifenflanke hinter der Reifenbreite und dem Querschnitt zu finden.
Geschwindigkeitsindex
Die maximale Geschwindigkeit, für die ein Reifen ausgelegt und zugelassen ist, wird mit dem Geschwindigkeitsindex angegeben. Dieser wird anhand eines Buchstabens auf der Reifenflanke angegeben. Jedem Buchstaben ist ein festgelegter Geschwindigkeitswert zugeordnet. Zur Aufschlüsselung dienen sogenannte Geschwindigkeitsindex-Tabellen.
Reifenquerschnitt
Der Reifenquerschnitt beschreibt das Verhältnis der Höhe zur Breite des Reifens. Die Au?enwand eines Reifens mit einem Querschnitt von 50 ist dementsprechend halb so hoch, wie der Reifen breit ist. Ein niedriger Querschnitt verleiht dem Wagen ein sportliches Aussehen. Ein hoher Reifenquerschnitt hingegen kann die Felge vor Stö?en oder Kratzern schützen, beispielsweise beim ?berfahren eines Bordsteins.
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