Power over Ethernet Daten und Strom aus einem Anschluss
Beim Aufbau eines technischen Netzwerks muss einiges beachtet werden. Software und Hardware müssen zueinander kompatibel sein, Anschlussdosen und -stecker sowie Adapter und Kupplungen werden benötigt, Kabel dürfen nicht im Weg liegen und Einzelteile wollen sachgemä? befestigt werden. Netzwerkzubehör kann bei einer ganzen Reihe von Problemen weiterhelfen und ist dank einer Vielzahl von Angeboten unterschiedlichster Hersteller oft schon erstaunlich günstig zu kaufen. Welches Zubehör bei welchem Problem weiterhilft und welche Hersteller empfehlenswert sind, klärt dieser Ratgeber.
Erweiterungsmodule und Splei?boxen
Ein grö?eres Netzwerk kann schnell in einem riesigen Kabelsalat ausarten, da alle Komponenten mit Strom versorgt werden müssen. Power over Ethernet - kurz PoE - ist ein technisches Verfahren, bei dem neben den Daten zusätzlich auch die benötigte Energie über ein standardisiertes achtadriges Ethernet-Kabel übertragen wird. Dabei werden Datenraten bis einschlie?lich 100Mbit/s nicht beeinflusst. Zur Leistungseinspeisung werden unterschiedliche Verfahrensweisen genutzt, das Steckgesicht des klassischen RJ45-Anschlusses mit acht Kontakten dürfte den meisten Anwendern, die sich mit LAN-Technik etwas auskennen, bereits bekannt sein.
Das wohl wichtigste Netzwerkzubehör Kabel und Netzteile
Das Besondere an PoE ist, dass sich sowohl Stromversorgungskabel als auch Steckernetzteile für die Endgeräte einsparen lassen und der Installationsaufwand für erforderliche Steckdosen entfällt. Damit kommt man auch leichter an schwer zugängliche Stellen heran, an denen Kabel eher stören würden. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Netzwerkgeräte auch PoE-kompatibel sind. Die Technik wird vor allem von Geräten genutzt, die wenig Leistung benötigen, so zum Beispiel IP-Telefone, Kameras, kleine Hubs und Server oder schnurlose ?bertragungsgeräte wie WLAN-Sticks oder Bluetooth-Peripherie. Beliebte und zugleich günstige PoE-Adapter werden unter anderem von LevelOne, TRENDnet und TP-LINK hergestellt, ?hnliches gilt für Repeater und Splitter. Bei den PoE-Versorgungseinheiten empfiehlt sich der Digitus Energieversorger DN-95102, da er mit schlanker Bauart und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen kann.
Fazit
Reichen Steckplätze, Kabellängen oder Speicher nicht aus, kann das Netzwerk mit einem Erweiterungsmodul weiter ausgebaut werden. Beim Kauf eines solchen Moduls kommt es vor allem darauf an, sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden, da der Begriff vonseiten der Hersteller weit gestreut wurde. Benötigt man mehr LAN-Anschlüsse als das eigene Switch hergibt, ist die Beschaffung eines zweiten Moduls mit zusätzlichen Ethernet-Ports ratsam, je nach Platzanzahl und ?bertragungsgeschwindigkeit kann der Preis dabei im mittleren, aber auch im sehr hohen Bereich liegen. Slot-Module und neue Platinen für das Hub-Innere sorgen hingegen für eine höhere Leistungsfähigkeit. Beliebte Erweiterungsmodule kommen zum Beispiel von Unternehmen wie Cisco, Intel, Lindy, HP und Zyxel.