Moin Testgemeinde,Warum 64bit:32bit Betriebsysteme adressieren maximal 3,5GB Ram, diese Beschränkung gilt nicht für 64bit Betriebsysteme. Soweit ich informiert bin unterstützt Windows 7 Ultimate 64bit 192 GB Ram. Seit Jahren steht bereits Hardware zur Verfügung, die 64bit Betriebssysteme unterstützt. Die Zukunft der Betriebsysteme wird zwangsläufig in Richtung 64bit gehen. Ob man dann noch in ein 32bit BS investieren möchte muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer die Systembuilder OEM Version von Windows 7 erwirbt muss sich, für die Hälfte des normalen Preises, zwischen 32- oder 64bit entscheiden. Die OEM Version wird ohne Handbuch ausgeliefert.Vor 4 Tagen installierte ich die 64bit Version von Windows 7 Ultimate auf meinen Rechner. Vista hatte ich komplett ausgelassen, so dass ich direkt von Windows XPpro wechselte. Alle Vergleiche beziehen sich demzufolge auf XPpro.System:ASUS P5KPL-AM, Intel E2160 (2,4GHz), 4 MB RAM, GeForce 9600GT, 2 ACER 17" Monitore, Drucker Canon IP4300, Epson Perfektion 1670 Scanner.Zur Installation:Die Installation birgt keine Geheimnisse, und ist auch für unerfahrene Benutzer zu bewerkstelligen. Tipp: Ich habe seit Jahren eine Backup-Festplatte in einem Wechselrahmen, auf der ich all meine wichtigen Daten absichere. Der Vorteil der Wechselplatte ist, dass ich sie bei einer Installation ausschalten kann. Damit kann ich nicht durch einen "falschen Mausklick" meine Backups vernichten. Wird die Platte ein/ausgeschaltet muss der Rechner neu gebootet werden.Ich entschied mich, sicherheitshalber XPpro weiter zu behalten und richtete eine neue Partition für die Installation in einem logischen Laufwerk ein. Es empfiehlt sich XPpro in der Startpartition zu belassen, denn nur so erkennt Windows 7 XP als 2. Betriebssystem und bindet es automatisch in den Bootmanager ein.Nach der Installation ist es mächtig bunt auf dem Desktop. Wem es halt gefällt, ich bin dankbar, dass ich das alles wieder abschalten konnte und eine Fast-XP Oberflächen einstellen konnte.Das Betriebsystem ist so aufgebaut, dass man es einfach erforschen kann und um Grunde intiutiv bedienen kann. Die ersten Installationen meiner Büro, Foto und technischer Software ergab, dass sich sämtliche alten 32 bit Programme sauber unter dem 64bit Windows installieren lassen. Sollte es mit alter Software Konflikte geben, bietet Microsoft per Download die Möglichkeit, eine XP Umgebungsemulation zu installieren. Mit Ausnahme einer Uralt Shareware von Paint Shop pro 4 und einer technischen Uraltversion einer Hochfrequenzfiltersimulation (RFSim99) liefen alle Programme ohne den XP Emulator.64bit Treiber:Meine Sorge zur 64bit Treiberverfügbarkeit war zum Glück umsonst. Windows 7 erkannte die gesamte Hardware meines Rechners, eine Treiberinstallation für das Mainboards ,wie unter XPpro, war nicht nötig. Eine Umfangreiche Unterstützung der Hardware ist eingebaut, für den Drucker wurde der original Treiber in 64bit Version eingebunden, NVIDIA und Epson bieten für ihre Hardware vollwertige Hardware zum Download an. Wenn man etwas länger Betrieb macht, findet Windows7 von selbst heraus, dass es einen besseren NVIDIA Treiber gibt, und empfiehlt diesen durch das Systemupdate zu aktualisieren, gut gemacht!Geschwindigkeit:Der Bootvorgang ist gleich dem von Windows XP, beide Versionen booten in ca. 55 Sekunden, bis die arbeitsbereit sind.Die Arbeitsgeschwindigkeit unterscheidet sich nicht von XP. Windows 7 erscheint subjektiv in der Bedienung glatter zu laufen als XP.Netzwerk / Sicherheit:Das Netzwerk bietet ein sog. Heimnetzwerk und die normalen Netzwerke an. Das Heimnetzwerk soll angeblich einfacher für den Laien verständlicher sein. Da ich meine Netzwerke selber konfiguriere habe ich die klassische Methode gewählt. Die Firewall ist mächtig und lässt sich aufwendig konfigurieren. Ich empfehle "Windows Firewall Control" von:[...]zu installieren. Damit hat man ein übersichtliches Kontrollcenter, die Bedienung der Firewall wird erheblich vereinfacht und man wird in Echtzeit über die laufenden Aktionen unterrichtet.Die Dateiaktionen löschen und verschieben müssen bestätigt werden, manchmal auch als Administrator. Wenn Programme installiert werden gibt es eine Sicherheitsabfrage, die verhindert, dass sich ungebetene Programme heimlich installieren können. Der Sicherheitsaufwand ist angemessen und der Anwender wird nicht mit überflüssigen Fragen bombardiert. Aus Gründen der Sicherheit lohnt es sich zu lesen, was sich dort installieren möchte.Wenn Anwendungen installiert werden sollen, auf die der Anwender direkt verändernd zugreifen möchte (z. B. *.ini Dateien), empfiehlt es sich nicht die Standardordner für die Installation zu wählen, sondern eigene Installationsordner anzulegen. Die Standardordner verfügen über eine sehr hohe Sicherheitsüberwachung, so dass das ändern von Dateien umständlich werden kann,Outlook Express:Gibt es leider nicht mehr. Als Ersatz steht Windows Live Mail zur Verfügung. Leider ist Live Mail in dieser Augenkrebs verursachenden ClearType Schrift programmiert. Deshalb bin ich zu Mozilla Thunderbird gewechselt, was sowieso überfällig war.Spiele:Ich benutze als Spiele IL-2 Sturmovik in einer, mit Mods, mehrere Gigabyte großen Version und T-34 vs Tiger. Beide Spiele laufen perfekt in DirectX oder Open GL ohne merkbare Geschwindigkeitseinbuße.Fazit:Microsoft hat aus dem Vista Reinfall gelernt. Da ich Vista nie in Gebrauch hatte erscheint mit Windows 7 die logische Weiterentwicklung von Windows XP.Fazit:Microsoft ist es gelungen, die wichtigsten Hardwareanbieter für die Programmierung von 64bit Treibern zu gewinnen. Während vor wenigen Jahren der Wechsel von 32- auf 64bit System nur unter Verzicht des Einsatzes bestimmter Hard- oder Software zu bewerkstelligen war, ist die Treiberunterstützung sehr viel besser geworden. Die 64bit Version von Windows 7 arbeitet sparsam mit den Systemressourcen und kann ohne Leistungsbeschränkungen auf Systemen mit 4GB Ram eingesetzt werden.Inzwischen habe ich soviel Vertrauen zu diesem neuen Betriebsystem, dass ich die XP Partition mit einem Partitionsmanager auf 20GB verkleinert habe. Aber Vorsicht, Windows startet dann erst wieder, wenn mit der DVD die Reparaturkonsole ausgeführt wurde.Diese gelungene Windows 7 64bit, wird der Startschuss für die Ära der 64bit Plattformen sein.
Ich setze Window 7 Ultimate seit Dezember 2009 auf einem Multimedia- und Musikproduktionsrechner ein, auf dem zuvor Vista Ultimate x64 mehr schlecht als recht nervig werkelte. Aufgrund der großen Datenmengen (Samples, Video-Rendering) benötige ich Zugriff auf mehr als 4 GB RAM.Ein entscheidender Vorteil im Arbeitsablauf ist, dass Rückfragen zu erlaubten Aktionen nur noch dort kommen, wo wirklich eine Sicherheitslücke sein könnte.Die Neukonzeption der Taskleiste mit Mouse-Over Vorschauen hilft bei der Navigation mit vielen geöffneten und Programmen.Und das gesamte Arbeiten ist subjektiv wirklich flüssiger.Fast alle Hardware wurde kompatibel übernommen. Leider galt das nicht für zwei VIA PCI-Karten (Firewire- und USB-Anschlüsse), die Bluescreens zur Folge hatten oder den Startvorgang blockierten.Bei der automatischen Konfiguration stellt greift Windows 7 nur auf einen Prozessorkern zu. Erst über msconfig.exe (Starteinstellungen) kann die Nutzung aller 4 Prozessorkerne aktiviert werden.Enttäuscht hat mich der virtuelle XP-Modus. Vielleicht konzeptbedingt (bin kein Informatiker) werden die Laufwerke des PCs nicht mit den im Host verwendeten Laufwerksbezeichungen angesprochen. Das führt dazu, das Referenzierungen auf Dateien dann unter Windows 7 ungültig sind. Da allerdings viele früher unter XP Professional verwendete Programme mit gut handhabbaren Kompatibilitäts-Einstellungen nutzbar sind, fällt die Einschränkung nicht so ins Gewicht. Im Ergebnis halte ich warte ich für alle Fälle noch ein ca. 2 Jahre altes XP-System parallel weiter, um alte Projekte auf jeden Fall kompatibel öffnen zu können.Die Netzwerk-Konfiguration ist grundsätzlich sehr viel einfacher. NAS-Laufwerke und die Verbindung mit XP-Rechnern im Netzwerk wurden problemlos erkannt. Auch Remote-Desktop-Verbindungen funktionierten in diesem Rahmen problemlos.Allerdings gab es dann ein bisher nur mit Workaround (Zwischenkopie über externe eSATA-Platte) gelöstes Problem beim Datenaustausch über freigegeben Verzeichnisse mit einem neuen Notebook (auch mit Windows 7 Ultimate 64bit) im Netzwerk. Während die Zugriffe zunächst wie erwartet funktionieren, bricht abrupt während längerer Kopierprozesse von oder zum Notebook die Netzwerkverbindung des Workstation Rechners ab (auch zum Internet oder NAS-Devices), während das am gleichen Switch angeschlossene Notebook alle Verbindungen weiterhin verfügbar hat. Auch ein Tausch von Kabeln oder Switch schafft hier keine Abhilfe.Letzter Wermutstropfen: Ab und zu wird (trotz korrekter Energieeinstellungen) die Workstation aufgrund "leerer Akkus" plötztlich in einen Energiesparmodus runtergefahren. Beim Neustart ist zwar das gesamte Arbeitsumfeld wie beim Abbruch ohne Datenverluste verfügbar, jedoch habe ich bisher keinen Weg gefunden, dem System beizubringen, dass es keine Akkus hat...In der Summe: Endlich ein Windows, mit dem ich gerne und unkompliziert arbeite.