★★★★★
k.A.
01.06.2026
ean-shopping.de
Eine unglaublich packende und beunruhigende Geschichte, die man unbedingt sehen sollte. Die Darstellung der Ereignisse ist sehr intensiv und fesselnd.
★★★★★
k.A.
01.06.2026
ean-shopping.de
Die Darstellung der Ereignisse ist beklemmend und die Geschichte ist sehr fesselnd, allerdings finde ich einige Szenen etwas zu explizit.
★★★★★
k.A.
01.06.2026
ean-shopping.de
Gut!
Zuerst das negative. Die Bildqualität ist ungenügend, es handelt sich offensichtlich um eine TV-Produktion. Wer sich damit abfinden kann, wird aber von diesen beiden Filmen nicht enttäuscht sein.Teil 1: Schrei nach HilfeDer Film spielt sich in einem katholischen Waisenheim für Knaben in Kanada, geführt von Mönchen, ab. Was sofort auffällt ist die völlige Lieblosigkeit der Erzieher. Von echter Kinderliebe ist nichts zu spüren. Nur ein Bruder nimmt eine Vaterrolle war. Der Rest ist brutalste Kälte. Dies zeigt sich besonders beim Aufstehen: Wesentlich schlimmer als im Militär! Dies ist wohl das grössere Verbrechen. Kindsgerechte Zärtlichkeit war wohl zur damaligen Zeit ein Fremdwort.Im Vordergrund steht der sexuelle Missbrauch. Dieser wird nur symbolisch, abgesehen von mit Ausnahme einer kurzen harmlosen Duschszenen, dargestellt.Der Missbrauch findet im Verborgenen statt. Die Öffentlichkeit erfährt zwar etwas davon, aber die Straftaten werden verharmlost und vertuscht. Die Verbrecher erhalten eine neue Aufgabe. Für die Opfer interessiert sich keiner. Das ist sehr schmerzhaft. Von präventiven Massnahmen gegen den Missbrauch ist keine Spur zu sehen, was es nicht geben darf, gibt es einfach nicht.Teil 2: Späte Wahrheit 15 Jahre später.Dieser Teil ist wesentlich besser als der erste. Im Zentrum stehen die Opfer und der Täter 15 Jahre nach dem Verbrechen.Die Opfer leiden unterschiedlich. Eines ist drogenabhängig und kleinkriminell, eines lebt in einer intakten Familie und der Hauptdarsteller leidet unter Alpträumen und Aggressivität.Der Täter hat eine Familie gegründet und wird am Anfang des Filmes verhaftet. Seine Psyche wird glaubhaft geschildert, seine Beweggründe bleiben verborgen und von Reue ist nichts zu spüren, er fühlt sich als Opfer und nicht als Täter.Der wichtigste Zeuge will keine Aussage machen, weil er die Geschichte nicht aufrollen will. Erst als ein anderes Opfer Selbstmord begeht, entschliesst sich er zur Aussage und der Täter wird verurteilt.Besonders eindringlich ist die Schlüsselstelle im Gerichtsprozess. Das Opfer schildert wie es zur Vergewaltigung kam. Das Kind ist einsam. Der Täter kümmert sich wirklich zärtlich um das Kind, es fühlt sich wohl. Doch dann kommt es zum Missbrauch, zuerst echte Zuneigung und dann die unbegreifliche schwere Tat.Alle spielen ihre Rollen sehr gut. Man kann sich gut in die Charaktere einfühlen. Der ganze Film ist sehr glaubhaft, aber schmerzhaft. Wer sich über die Problematik des sexuellen Missbrauchs eine umfassende Meinung bilden will, dem ist der Film sehr zu empfehlen.Die früheren Rezessionen üben scharfe Kritik an der katholischen Kirche und dies sicher zurecht. Einfach die Schuld einer Kofession zuzuschreiben, ist wohl zu einfach. Damit will ich die Praxis in der katholischen Kirche nicht schönreden, sie ist in keiner Weise tollerierbar. Aber eines darf nicht vergessen werden: Es war die Kirche, die solche soziale Institutionen überhaupt möglich gemacht haben. Der Staat war inaktiv.Das Problem ist zu komplex. Der Film zeigt, wie wichtig die Prävention ist. Es gibt kranke Hirne, dagegen ist kein Kraut gewachsen. Ein Schwarzpeterspiel ist völlig fehl am Platz.Was wäre geschehen, wenn es eine Regel gegeben hätte, dass kein Erwachsener allein mit den Kindern sein darf? Wäre dann eine gesunde Beziehung zum Knaben möglich gewesen? Echte Liebe, in der das Kind eine Vertrauensperson hätte? Eine Fage, die wohl offen bleiben muss.
"Finger weg!" möchte man dem interessierten Käufer raten, würde ihm dann nicht ein ausgezeichneter Film entgehen, der zur jetzigen Zeit leider wieder an Aktualität gewonnen hat. Diese DVD-Ausgabe ist, wie Christian Kröger an dieser Stelle bereits schrieb, "unter aller Sau". Anders ausgedrückt: diese Veröffentlichung ist die miserabelste, die mir je in die Finger gekommen ist. Das Bild ist nicht nur furchtbar grobkörnig und flimmrig, sondern darüber hinaus zur "Freude" des Zuschauers bei jedem schnellen Kameraschwenk doppelkonturig und aufgerissen. Die ersten 33 Minuten der DVD 1 sind technisch derart mies, daß man sich in die Anfänge des Films zurückversetzt wähnt. Ähnlich stark ist es zu Beginn von DVD 2, setzt sich jedoch bei beiden Bildträgern über die gesamte Laufzeit hinweg fort. Dazu kommt eine beinahe dilettantisch anmutende Schnittechnik, die stets einen jähen Bildsprung verursacht.Offenbar hat der Herausgeber (Pro-fun Media) sich nicht um eine einwandfrei bearbeitete Masterkopie der Serie bemüht. "Die Skandalverfilmung der wahren Geschichte", steht auf dem Cover, eine unzutreffende Behauptung, da die beiden Teile des Films im Einzelnen zwar auf wahren Ereignissen beruhen, es sich indes nicht, wie im Vorspann konstatiert, um eine bestimmte biographische Begebenheit handelt. Und von einer "Skandalverfilmung" ist der bar jeden Reißerischens, dafür mit viel Feingefühl und Geschmack gestaltete Film weit entfernt.Er hätte es verdient, ein möglichst breites Publikum zu finden. Die Perfidie der katholischen Kirche ist, wenn es um die Vertuschung übler Machenschaften in den eigenen Reihen geht, nicht erst seit gestern sattsam bekannt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie gut die geistliche Obrigkeit es versteht, dem Ruf der Kirche schadende Ereignisse diskret aus der Welt zu schaffen. Bruder Lavin mit seiner Bigotterie und Verlogenheit steht hier stellvertretend für eine Vielzahl ähnlicher Päderasten, die ihre üblen Umtriebe stets mit dem Mantel der christlichen Nächstenliebe zu bedecken verstanden, oft genug assistiert von der weltlichen Obrigkeit.In diesem Zusammenhang nimmt es nicht wunder, daß für die deutsche Ausstrahlung in der Mitte des Films die Stelle in der Vernehmung geschnitten wurde, in der Kevin die Art der Belästigungen durch den Waisenhausleiters beschreibt.Gespielt wird Bruder Lavin von Henry Cerny, der die diffizile Rolle unnachahmlich meistert. Es ist bewundernswert, wie er des Priesters verlorenen Bezug zur Realität, seinen Narzismus, die Egozentrik und Doppelzüngigkeit glaubwürdig zu gestalten verstand.Sowohl die Darsteller der Jungen als auch die erwachsenen Schauspieler sind ausnahmslos hervorragend besetzt, insbesondere Johnny Morina als kleiner Kevin. Erstaunlich die Fähigkeit in seinem Alter, die Verstörtheit des Kindes, seine Hilflosigkeit und Resignation überzeugend zu gestalten.Der erste Teil "Schrei nach Hilfe" ist, da er die perfiden Praktiken der geistlichen Brüder schildert, gewiß der aufwühlendere der beiden. Im zweiten, fünfzehn Jahre später spielenden Teil wird dann der Allerheiligste Bruder Lavin vor Gericht zur Rechenschaft gezogen. Die Einsicht in die Schändlichkeit seines Tuns gipfelt schließlich in dem scheinheiligen Satz: "Ich weiß jetzt, daß ich mein Leben lang ein Märtyrer war." Heuchlerischer geht es nicht.