Inhalt:Ein Meisterwerk über Liebe und Macht, Intrigen und Kriege, Familie und Feinde - Martins vielschichtiges Werk über das Reich Westeros, um dessen Thron sich viele Streite ranken, denn viel zu viele haben nur ein Ziel: den eisernen Thron besteigen und herrschen - und dafür ist jedes Mittel recht!Meine Meinung:Wie viele andere auch kam ich durch die Serie Game of Thrones auf die Bücher von George R.R. Martin.Normalerweise bin ich kein Fan von Fantasy und wäre ich zufällig darüber gestolpert, hätten sie mein Interesse nicht geweckt. Doch nachdem mich bereits die erste Staffel gefesselt hat, war klar, dass ich die Bücher lesen muss, denn bekanntlich sind die Vorlagen besser als die Umsetzungen.Nun könnte man meinen, dass man doch bereits weiß, worauf es hinausläuft, zumindest in den ersten Büchern, die bereits in der Serie vorkamen. Natürlich weiß man das, doch ich rate jedem, der die Bücher lesen will, trotzdem bei Band I zu beginnen, denn egal wie detailgetreu die Verfilmung ist - man erfährt soviel mehr in den Büchern.Die verschiedenen Kapitel behandeln jeweils unterschiedliche Charaktere, wie Danaerys, Eddard, Tyrion, Catelyn, etc. - viele Charaktere, aber genausoviele Sichtweisen und Handlungsstränge.So wurden mir ein paar der Charaktere, die mich in der Serie eher weniger interessierten oder gar nervten (wie z.B. Jon und Arya), nähergebracht und ich weiß nun mehr mit ihnen anzufangen. Zwar gelang das nicht mit allen, Catelyn z.B. ist mir immer noch unsympathisch, ebenso konnte ich mit Brans naiver Sichtweise auch geschrieben nichts anfangen, aber man lernt immerhin, sie zu verstehen, denn alles wird aus der Sicht der jeweiligen Person geschildert. Und die, die man eh schon mochte, schließt man durch Martin noch mehr ins Herz, als es die Serie bereits geschafft hatte. So erlebt man Danys Wandlung vom 13jährigen Kind zur Königin hautnah und verständlich mit.Durch den tollen Schreibstil des Autors ist man mittendrin statt nur dabei. Er beschreibt alles bildhaft, ohne zuviel zu sagen und abzuschweifen, sein Fokus liegt immer auf der Geschichte.Ich sah alles und jeden genau vor mir und bekam das richtige Gefühl dafür.Als Serienkenner hat man allerdings den Nachteil, dass man die Besetzungen kennt. So mischen sich die Darsteller mit den Vorstellungen, die Martin in einem weckt, ohne das man wirklich etwas dagegen machen kann. So wurde aus Jorah Mormont eine Mischung des gutaussehenden Iain Glen und des eher groben, starken Bildes, das beschrieben wird. Und Tyrion wird in meiner Vorstellung wohl immer der tolle Peter Dinklage sein statt des missgestalteten Zwerges - aber das nehme ich gern in Kauf, statt auf die Bücher zu verzichten.Ich hatte große Erwartungen an das Buch und sie wurden sogar noch übertroffen: Band 1 ist noch besser als die phänomenale erste Staffel der Serie und ich bin gespannt, wie es weitergeht!