InhaltWie hat sich Königin Amberly gefühlt, als sie in der Selection um König Clarksons Hand und Herz kämpfte? Was für einen ersten Eindruck hatte Maxon von America, der ihn dazu gebracht hat, sie lieben zu lernen? Wie erging es Aspen, als er zusehen musste, wie seine erste, große Liebe ihr Herz an einen anderen verschenkte? Was brachte Marlee dazu, all ihre Chancen auf den Thron für eine andere Beziehung wegzuschmeißen? Welche Motive trieben Celeste an und trugen zu ihrer Charakterentwicklung bei? Wie schaffte es Lucy, die Liebe eines Wachmanns zu gewinnen? Und was geschah nach Americas Selection mit den anderen Mädchen der Elite?Meine Bewertung“Happily Ever After” ist ein Begleitbuch, keine eigenständige Geschichte. Kiera Cass erzählt spannende Details und Szenen aus unterschiedlichen Sichten der Charaktere, und gibt damit Einblicke in die Herzen all derer, die ein Happy End verdienten. Mit viel Feingefühl beschreibt sie die Gefühle in unterschiedlichen Stadien der Buchreihe, die durch die atemberaubend schönen Illustrationen im Buch abgerundet werden.Das Begleitbuch hat mich ehrlich gesagt sehr gut unterhalten. Besonders gut haben mir die Einblicke in Amberlys und Celestes Gedankenwelt gefangen, die in der Selection-Reihe eben oftmals etwas zu kurz kamen. Jeder der Charaktere konnte jedoch durch eine ganz eigene Ansicht auf die Geschehnisse punkten, eine emotionale Tiefe zeigen, die weit über das Level hinausreicht, das man aus Americas Sicht bekommt. Aspens Geschichte hatte dabei den größten Anteil, und war für mich zeitweise etwas langweilig, da man zum Ende hin doch nur das Gefühl hatte, dass es sich ziemlich mit Americas Schilderungen der Ereignisse überlappt, allerdings fand ich das nicht allzu tragisch. In Maxons Szenen musste ich mehrmals das Buch zur Seite legen, weil ich so gelacht habe – in seinen Gedankengängen kommt sein feiner Humor wirklich zur Geltung, und man kann genau nachvollziehen, wieso er sich in America verliebt.Es war aber auch sehr interessant zu erfahren, wie für Kriss, Nathalie und Elise nach der Selection ausgegangen ist, da sie doch mit leeren Händen nach Hause zurückkehren mussten. Dies wurde allerdings nur noch kurz aufgegriffen, war aber trotzdem eine Information, die ich nicht missen möchte, da ich vor Allem Kriss auch sehr lieb gewonnen habe. Gerade Americas kurzer Teil, der zwei Jahre nach ihrer Hochzeit spielt, war aber wirklich eines der Höhepunkte, da man deutlich ihre Liebe spürt und einen Einblick in ihren Alltag bekommt, was schließlich auch eine schöne Überleitung zu “The Heir” ist. Dementsprechend würde ich das Begleitbuch auch definitiv nach “The One” einschieben, bevor man zu Eadlyns Story übergeht, die in “Happily Ever After” noch gar keine Rolle spielt.Ich halte mich kurz, da auch dieses Buch nicht allzu lang ist: Für “Selection”-Fans sind diese Geschichten, sofern man sie noch nicht kennt, eine tolle Bereicherung, allerdings nicht zwingend notwendig. Ich habe Kiera Cass’ kleine Einblicke in die Gedankenwelten der Charaktere, die eben nicht unbedingt unsere Protagonisten sind, sehr genossen, und möchte sie auch in meinem Bücherregal nicht mehr missen, da die Autorin hier wieder viel Liebe in die Ausarbeitung reingesteckt hat und ihrer Buchreihe nochmal eine gewisse Tiefe verleiht.
Nachdem ich "The Selection" mit einem Schmunzeln, "The Elite" leicht genervt aber angesprochen durchgelesen habe und "The One" als Buch und Geschichte wirklich sehr geschätzt habe, zählte ich die Tage bis zur Veröffentlichung dieser Geschichtensammlung. Vor allem, weil mir der Charakter von America Singer nicht ganz sympathisch war, freute ich mich darauf, sie aus der Sicht von anderen kennenzulernen.The Queen ist eine ganz kurze Geschichte über die Verlobung von Amberly und Clarkson. Die Romanze schien mir nicht sehr tiefgründig, aber nichts hat mich daran geärgert, eine ganz nette Erzählung.The Prince ist toll. Endlich verstehe ich was Maxon denkt, wenn er diese seltsamen Sätze sagt. Was mich daran etwas störte, war dass seine Liebe zu America etwas flach beschrieben wird. Er trifft sie vor allen anderen, und verbietet sich fast, irgend eine andere zu mögen. In diesem Licht wirkt die intensive Liebe von "The One" eingeredet. Aber die wirkliche Enttäuschung war, dass Maxons Erzählung endet, ehe die Selection richtig beginnt! Ich wollte so viel mehr wissen, wie er sich in all den Zerwürfnissen und Annäherungen gefühlt hat und vor allem, wie es für ihn war, von seinem Vater so sehr misshandelt zu werden.The Guard ist wahrscheinlich das Beste von allen. Erst jetzt ist mir klar, warum Aspen einerseits so stolz und possessiv und andererseits so nett und offen für andere Frauen ist. Ich bin nicht überzeugt, dass Lucy für ihn die Richtige ist, aber mit The Guard hat er eine gute Verteidigung gegen mich, die diesen Wachen nie wirklich mögen konnte.The Favorite ist sehr niedlich. Natürlich ganz rosarot und schöngemacht.Tja, und das letzte Kapitel, nach dem Tod der Königin und des Königs ist ziemlich unrealistisch.Die Szenen zu Celeste sind in Ordnung. Zwar sehe ich nicht ein, wie das mit ihrem Benehmen am Ende der Selection in The One übereinstimmt, aber es ist ein interessanter Einblick in jemanden, der einmal sicher als Antagonistin galt. Das kam bisher eigentlich zu kurz.The Maid ist meiner Meinung nach ein überflüssiger Teil. Lucy ist keine interessante Person, und es wird eigentlich nur unterstrichen, dass Aspen mit jeder anderen Frau zurechtgekommen wäre. Also wozu das ganze Theater nach dem Verlust von America?Der Epilog ist sehr schön. Die Follow-ups zum Rest der Elite fand ich doof.Fazit: Es ist ein schönes Begleitbuch zur Trilogie, gibt aber nicht viel dazu, das man nicht schon aus den Büchern herausliest. Das ganze ist schön geschrieben, träumerisch illustriert und liefert etwas Denkstoff - was es über ähnliche Publikationen hervorhebt.