Inhalt: Sam Kingston gehört zu den beliebtesten Mädchen an ihrer Schule. Sie hat den begehrtesten Jungen als festen Freund und wird auf jede Party eingeladen. Kurzum: Sam hat es geschafft von einer Außenseiterin zum Star der Schule aufzusteigen. Doch eines Nachts endet das alles abrupt. Sam stirbt bei einem Autounfall. Seltsamerweise wacht sie jedoch am nächsten Morgen wieder ganz normal auf. Sie erkennt, dass sie immer wieder diesen letzen Tag ihres Lebens erlebt. Das heißt, sie bekommt die Chance das beste aus diesem letzten Tag zu machen und genau das hat Sam auch vor. Sie versucht alles richtig zu machen und sich selbst zu verändern um anderen zu helfen. Doch sie muss erkennen, dass das gar nicht so leicht ist. Manchmal führt es zu etwas Schlechtem, wenn man etwas Gutes tun will und umgekehrt und manchmal hat man gar keinen Einfluss auf die Geschehnisse.Meine Meinung: Nach Delirium" ist Before I Fall" das zweite Buch, das ich von Lauren Oliver lese und ich bin wieder absolut begeistert! Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich künftig jedes Buch, das Lauren Oliver schreibt, blindlings kaufen werde. Sie hat einen so tollen Schreibstil. Die Art, wie sie schreibt, ist richtig poetisch.Sam mochte ich sehr gerne, obwohl sie ja zu Beginn nicht gerade nett ist. Aber ich konnte nachvollziehen, warum sie so geworden ist. Hat nicht jeder, der zu den uncoolen Leuten gehört, schon mal davon geträumt, endlich beliebt zu sein? Denn darum geht es nun mal im Schüleralltag: Wer ist beliebt? Wer bekommt einen Freund? Wer wird auf Partys eingeladen? Es ist nachvollziehbar, dass es Sam sehr wichtig ist ganz oben zu bleiben und nie wieder zu den Außenseitern zu gehören. Dennoch erkennt Sam mit der Zeit, dass sie mit dem was sie tut oder sagt, anderen schadet und dass sie das ändern sollte. Es erfordert viel Mut einen anderen Weg einzuschlagen, doch Sam ist ja sowieso schon tot, also kann sie sich das erlauben. So entwickelt sie sich immer weiter und findet zu sich selbst.Dieses Buch ist eine Geschichte über Beliebtheit, Mut, Selbstfindung, das Leben, den Tod und das Erwachsenwerden. Keine leichten Themen, aber die Autorin meistert das perfekt. Das Buch ist ergreifend und man kann mit Sam mitfühlen. Immer wieder fordert die Autorin dazu auf, dass man über sein eigenes Leben nachdenken soll. Gibt es da etwas, was man ändern sollte? Und dennoch sagt sie auch, dass man sich vielleicht auch nicht ganz so viele Gedanken machen sollte, denn manchmal kann man die Dinge einfach nicht beeinflussen. Es kommt dann eben doch ganz anders als man denkt. Meiner Meinung nach soll uns das Buch zeigen, dass man man selbst sein soll, ohne Angst zu haben, was andere denken. Wenn man mit sich selbst im Reinen ist, muss man nichts bereuen.Ich kann das Buch absolut empfehlen. Es berührt einen und man macht sich auch nach dem Lesen noch viele Gedanken. Es wird aber trotzdem nicht zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt. Ich fand es auch sehr spannend, wie sich das Puzzle nach und nach zusammengefügt hat und man dann plötzlich erkennen konnte, welche Reihe von Ereignissen letztendlich zu Sams Tod geführt hat.Wer also ein berührendes, spannendes und trotzdem auch teilweise lustiges Buch lesen möchte, das das Potential hat einen wirklich zu verändern, sollte hier zugreifen.