Von dem so genanntem Hype für dieses Buch habe ich so gut wie nichts mitbekommen. Ich hab jede glich gehört, wie ein paar Leute darüber geredet hatten und es hat mich so neugierig gemacht, das ich es vorbestellt hatte. Und was kann ich zu diesem Buch sagen? Das Cover schreit gerade zu: "Lies mich", selten hab ich so ein schönen und doch simples Cover gesehen. Das Buch an sich ist sehr hübsch gestaltet, auf der Innenseite der Klappe ist sowohl das Symbol der Rebellen als auch des Königs zu sehen und damit kommen wir auch eigentlich zum Plot.Die Welt ist unterteil in zwei Lagern: Silver = privilegiert und Red = arm/wertlosDer magische Aspekt in vielen Büchern wird sehr simple dargestellt. Person X entwickelt ohne Grund Kraft Y oder Held A gerät zufällig in eine gefährliche Situation, wodurch Kraft B aktiviert wird/aus dem Nichts auftaucht. Bei Red Queen ist es ein wenig anders. Im Buch heißt es, das die Götter herab gestiegen seien, jedoch nicht länger nett und freundlich sind, sondern das sie die Welt mit einem eisernem Griff kontrollieren. In dem Buch wird nicht erklärt wie die Silvers zu ihren Fähigkeiten kommen oder von wo sie kommen, jedoch macht es sie zu etwas "besserem". Die Reds, die normalen Leute, die ihr Leben lang damit zubringen zu arbeiten und für die Silvers sterben müssen in Kriegen, haben keine Chance gegen ihre Peiniger. Die Silvers sind eiskalt und zeigen nur selten Emotionen oder Menschlichkeit. Die Silvers sind es gewöhnt, das sie etwas besseres sind und haben keinerlei Mitleid mit ihren Mitmenschen. Wieso auch? In ihren Augen sind Reds nichts wert. Der König selbst ist bereit die Leben seiner Reds in einem, für mich, sinnlosen Krieg weg zu werfen ehe er dafür Sorgen würde, das Reds und Silvers die gleichen Rechte zugesprochen kommen. Das ändert sich mit Mare Barrow. Sie steht kurz dafür selbst in den Krieg geschickt zu werden, da sie keinen Arbeitsplatz hat. Mare ist eine Red, ein junges Ding das nur mit Stehlen überlebt. Das hält jedoch nicht lange an, da sie durch einen Zwischenfall erfährt, das sie selbst eine übernatürliche Fähigkeit hat.Sie ist Red und Silver zugleich.Klar, man darf das Buch nicht zu ernst nehmen aber ich fand es verdammt gut und kann es jedem entfernen, der ein paar Stunden abschalten mag.
Mare Barrow – aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird - wächst als Jüngste zusammen mit ihrer Schwester Gisa und drei Brüdern in ärmlichen Verhältnissen in dem kleinen Dorf “The Stilts“ auf. Ihre Welt ist unterteilt in Silvers und Reds. Silvers beherrschten die Reds mit ihren mächtigen magischen Fähigkeiten, die sind die Elite des Landes, während Red-geborene ihnen dienen und für sie als Soldaten in den Krieg mit den Nachbarländern ziehen.Mare über die Silvers: „In school, we learned about the world before ours, about angles and gods that lived in the sky, ruling the earth with kind and loving hands. Some say those are just stories, but I don’t believe that. The goods rule us still. They have come done from the stars. And they are no longer kind.”Wer keine besondere Fähigkeit als Red aufweist – so wie Mare’s Schwester Gisa, die eine talentierte Näheren ist - der wird mit 18 in die Armee einberufen. Wie bereits ihren 3 Brüdern vor ihr, droht Mare und ihrem besten Freund Kilorn Warren in wenigen Wochen das gleiche Schicksal.”Kilorn Warren. A fisherman’s apprentice, a war orphan, and probably my only real friend. We used to beat each other up as children, but now that we’re older – and he’s a foot taller than me – I try to avoid scuffles. He has his uses, I suppose. Reaching high shelves, for example.“Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, um der Einberufung zu entgehen. Doch dieser geht schief und setzt eine Verkettung verschiedener Ereignisse in Gang, die schließlich dazu führen, dass die Silvers eine besondere Fähigkeit in Mare (von der sie bis dato selbst nichts wusste) entdecken. Von da an, muss sie dem Palast, der Königsfamilie, dienen und findet sich zwischen den Fronten der Silvers und einer aufkommenden Rebellion durch die Reds wieder.Es wird klar, dass sie sich für eine Seite entscheiden muss, wenn sie nicht wie ein Sandkorn zwischen den beiden Parteien zerrieben werden will. Inzwischen geht es für Mare nicht mehr nur um die politische Zukunft ihres Landes, sondern auch um ihre verwirrenden Gefühle für Kilorn sowie den zwei Silver Prinzen Maven und Cal. Doch wie weiß man, welche Entscheidung die richtige ist, wenn man niemanden, absolut niemandem trauen kann?Victoria Aveyard hat in Red Queen eine anschauliche dystopische High Fantasy Welt geschaffen, deren Bestehen an einem seidenen Faden hängt. Mare stolpert in diesen Kampf hinein und landet in einem Palast, der sich als wahrer Löwenkäfig entpuppt. Da sie aus ärmlichen Verhältnissen stammt, kommen ihre Anpassungsschwierigkeiten deutlich zur Geltung aber auch – trotz aller Cleverness – ihre noch kindliche Naivität. Anders kann ich mir diverse Entscheidungen, die sie fällt und bei denen man einfach nur rufen möchte „tue es nicht“, nicht erklären. Durch die ich-Erzählperspektive erhält der ständige (innere) Konflikt in dem sie sich befindet, eine eindringliche (Nägel kauende ;-)) Note.Die Geschichte ist spannungsgeladen und lässt dem Leser nicht viel Zeit zum Luftholen. Dabei kann man auch die eine oder andere Unstimmigkeit bezüglich des Weltenaufbaus geflissentlich übersehen. Allerdings gebe ich dafür einen Punkt Abzug, ohne jetzt (wegen Spoiler-Gefahr) ins Detail zu gehen.Wird es zu einer Rebellion der Reds kommen oder setzen die Silvers sich einmal mehr erfolgreich dank ihrer außerordentlichen Fähigkeiten durch? Wird Mare die richtigen Entscheidungen treffen? Und vor allem … hat sie wirklich den richtigen Leuten vertraut … ?Wer Bücher die die Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo oder die Reihe „“Girl of Fire and Thorns“ von Rae Carson mag, der wird auch seinen Lese-Spaß an “Red Queen“ haben.