Ich kenne John Greens Romane schon seit ungefähr zehn Jahren. Sein Erstlingswerk - Eine wie Alaska - habe ich damals als Jugendliche regelrecht verschlungen und sehr oft als Hörbuch nochmal gehört oder bestimmte Passagen aus diesem Buch noch einmal gelesen. Dies werde ich mit "Turtles all the way down" auch noch einmal tun.In diesem Buch geht es um Aza Holmes, eine 16-Jährige, die sich mithilfe ihrer Freundin Daisy auf die Suche nach einem schwerreichen Mann begibt. Zudem leidet sie unter psychischen Problemen, die sie versucht zu bekämpfen.Als ich gelesen habe, dass John Green ein neues Buch rausbringen wird, war ich sehr begeistert und habe das Buch hier bei Amazon vorbestellt (es kam nicht am 10.Oktober, dem Erscheinungsdatum raus, sondern erst vier Tage später - habe das Buch dann auch zurückgeschickt, da ich es vorbestellt hatte und enttäuscht über die Lieferung war). Als ich gelesen habe, dass es aber auch um Star Wars gehen soll, war ich schon etwas unglücklich. Schließlich interessiert mich Star Wars nicht und ich habe darauf gehofft, dass sich das in Grenzen hält. So war es dann zum Glück auch.In dem Buch geht es, wie oben schon erwähnt, um psychische Erkrankungen. John Green hat einen YouTube-Kanal, in dem er offen über seine eigene Erkrankung berichtet. Das finde ich unglaublich mutig und gleichzeitig auch sehr wichtig, denn viele Jugendliche (und auch Erwachsene) kennen sich mit diesem Thema nur sehr wenig aus. Sie sind froh, wenn sie selber nichts damit zu tun haben.Dieses Buch halte ich für seinen wichtigsten Roman. Ich kenne kaum Bücher, die sich so intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und es gleichzeitig schaffen, es alltäglich wirken zu lassen. Denn so ist eine psychische Erkrankung nun einmal: Sie wird sehr intensiv erlebt, aber das Leben läuft einfach weiter und man fängt an, mit der Erkrankung mehr oder weniger zu leben. Besonders schön fand ich an diesem Roman, dass auch die Familie und die Freunde, die diese Erkrankung miterleben, zu Wort kommen. Man merkt deutlich, wie schwierig es ist, mit einer psychisch erkrankten Person zu leben und dass oftmals viel mehr von den "gesunden" Mitmenschen gefordert wird, als sie leisten können.Trotz des schwierigen Themas bleibt John Green seinem Schreibstil treu und macht aus den Charakteren keine "Übermenschen", sondern liebenswerte und schlagfertige Personen, wie man es halt von ihm kennt.Ich finde dieses Buch einfach genial und würde mir wünschen, dass viele junge Leute es lesen, damit sie verstehen, wie es sich anfühlt, wenn man an etwas erkrankt ist, das man nicht sehen kann.
Ich habe mir das Buch bereits kurz nach der Veröffentlichung geholt aber kam erst kürzlich dazu es zu lesen. An und für sich ist es ein typisches John Green Buch mit Teenagern als Haupt-Zielgruppe. Allerdings kommt dieses Buch emotional nicht an The Fault in our Stars (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) oder Eine wie Alaska ran. Schade eigentlich, da ich mich sehr auf das Buch gefreut hbe