Kamil und Sjonnie trennten sich bevor ihre Liebe überhaupt richtig beginnen konnte - ihre
Vorstellungen und Bedürfnisse waren zu verschieden. Doch kurz nach der Trennung kreuzen sich
ihre Wege erneut: Auf dem Schulhof von Sjonnies Tochter Joss soll eine alte Eiche gefällt
werden und Joss kämpft mit aller Kraft für ihren Erhalt. Doch dann taucht Kamil auf und
offenbart dass es sich um eine sogenannte «Nazi-Eiche» (oder «Hitler-Eiche») handelt. Als
Afrodeutscher ist seine eigene Familiengeschichte eng mit dieser Eiche verbunden. Und auch
Schulleiterin Erika Tröwe wird von der Vergangenheit eingeholt. Sie muss sich mit der
NS-Geschichte der Schule und mit der Rolle die ihr Grossvater und Vater darin gespielt haben
auseinandersetzen. So sehen sich durch die Eiche ganz unterschiedliche Menschen mit
gegensätzlichen Überzeugungen miteinander konfrontiert: diejenigen die den Baum aus
ökologischer Überzeugung oder als Mahnmal erhalten wollen und diejenigen die den Baum und
seine Geschichte auslöschen wollen. Doch zwischen Erinnerung und Verdrängung Schuld und
Verantwortung verschwimmen die Grenzen und wer weiss - vielleicht findet die ungleiche Gruppe
trotzdem irgendwie zusammen?