Im Frühjahr 1952 folgen die österreichischen Architekten Ehrentraut Katstaller-Schott
(1924-2024) und Karl Katstaller (1921-1989) einem Aufruf der Regierung El Salvadors die nach
ausländischen Fachkräften für die Umsetzung grosser staatlicher Bauprogramme sucht. In den
folgenden Jahrzehnten werden die beiden zu bedeutenden Protagonisten der architektonischen
Moderne des zentralamerikanischen Landes. Sie bauen Schulen Märkte und Rathäuser realisieren
öffentliche Verwaltungs- und Kulturbauten später auch eine Vielzahl von Projekten für private
Auftraggeber. Zwischen den Kontinenten ist das erste umfassende Buch zu Leben und Werk des
Architektenpaares. Es zeichnet ihren Weg von der europäischen Moderne bis zum
mittelamerikanischen modernismo tropicalizado nach und beleuchtet insbesondere auch die
Geschichte einer Pionierin des weiblichen Architekturschaffens ab den 1950er-Jahren: Ehrentraut
Katstaller-Schott war die erste Frau die in El Salvador selbstständig als Architektin
gearbeitet und als Professorin auch nachfolgende Generationen geprägt hat.