Vor hundert Jahren drohte ein Bergsturz vom Kilchenstock das Glarner Dorf Linthal zu zerstören.
Der auf Fakten basierende historische Roman von Emil Zopfi erzählt von der Gefährdung der
Menschen durch die Naturgewalt. Ein Drama das sich heute wegen dem Klimawandel an immer mehr
Orten in den Alpen ähnlich wiederholt. Zum Beispiel in Schwanden nicht weit von Linthal
entfernt. 'Eine fürchterliche Katastrophe ist so wahrscheinlich dass Schweigen meinerseits
mir als ein Verbrechen erschiene' schrieb der Geologe Albert Heim im November 1928 an den
Landammann des Kantons Glarus. Am Kilchenstock über Linthal haben sich Felsmassen gelöst ein
Bergsturz bahnt sich an. Als der Regierungsrat beschliesst das Dorf zu evakuieren weigern
sich einige Bewohner in Notunterkünfte zu ziehen. Das Militär muss die Menschen zum Umzug
bewegen. In den gleichen Jahren stürzt die grosse Weltwirtschaftskrise auch Linthal in Not:
Fabriken entlassen Arbeiterinnen und Arbeiter Familien verlieren ihre Existenz. Verunsicherte
Menschen suchen ihr Heil in nationalen Bewegungen. Der Dorfpfarrer Friedrich Frey ist einer der
wenigen der in dieser schwierigen Zeit die Hoffnung nicht verliert. Er leitet eine Hilfsaktion
kämpft gegen soziales Elend politische Hetze und den Zerfall der Solidarität. Immer wieder
steigt er auf den Berg und registriert mit wissenschaftlicher Präzision die unaufhaltsame
Bewegung der Gesteinsmassen auf Linthal zu.