Als Hans-Peter Bärtschi im Jahr 2014 mit dem Preis der Landis & Gyr-Stiftung für sein
Lebenswerk ausgezeichnet wurde war ein Teil des Vermächtnisses gesichert. Die ETH Zürich
übernahm sein 380 000 Bilder umfassendes Fotoarchiv zur Industriekultur. Mit dem Studium der
Architektur an der ETH hatte 1969 Bärtschis Laufbahn begonnen. Nach der Diplomarbeit bei Aldo
Rossi promovierte er bei Paul Hofer und Jean-François Bergier über 'Industrialisierung
Eisenbahnschlachten und Städtebau' am Beispiel von Zürich und verschrieb sich 1979 mit der
Gründung seines Büros ARIAS voll und ganz der Industriekultur. Mit enormem Fachwissen kämpfte
er jahrzehntelang für die Bewahrung wertvoller Zeugen der Industrialisierung und gegen
Baggerzahn und Renditedenken: in Winterthur Zürich und bis über die Landesgrenzen hinaus. Der
Autor konnte Hans-Peter Bärtschi in dessen letzten Lebensjahren an viele Stationen seines
Wirkens begleiten. Gründliche Recherchen in Bärtschis Archiv und unzählige Gespräche mit
Weggefährten haben eine spannende Erzählung entstehen lassen die nicht nur Biografisches
sondern auch viel Zeitgeschichtliches enthält.