Rassismus schadet nicht nur der Gesellschaft sondern auch der Gesundheit der Betroffenen. Er
hinterlässt Spuren in Körper und Seele und kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Befinden
haben. Die Autorin verbindet ihre Forschungsansätze mit ihrer postmigrantischen Perspektive.
Sie reflektiert eigene Erfahrungen als säkular geprägte Person in Deutschland mit iranischer
Herkunft und untersucht wie soziale Ausgrenzung die Identitätsbildung und das Wohlergehen
beeinflusst. Ob im Kindergarten der Vorwurf zu stören oder im Gymnasium die Unterstellung ein
Buch nicht verstehen zu können immer ist die Kritik unberechtigt aber die Angst und ihre
Auswirkungen sind diffus und real. Von der Kindheit im sozialen Brennpunkt bis zu den
Erfahrungen an der Universität unternimmt Mahssa Behdjatpour eine Reise durch verschiedene
Lebensrealitäten. Dabei wird auch die Rolle der Kunst als potenzielles Mittel des Empowerments
und der Heilung thematisiert. Diese Verbindung von Biografie Forschung und künstlerischer
Praxis eröffnet eine neue Perspektive für alle die mehr über die komplexen Zusammenhänge
zwischen Rassismus und Gesundheit erfahren möchten - sei es als Betroffene Interessierte oder
Fachleute. Das Buch lädt dazu ein diese Zusammenhänge zu verstehen und über mögliche Wege der
Selbstermächtigung nachzudenken.