Der Band trägt den Erkenntnisstand zur grammatischen Analysen von Diskursen in Theorie
Methodologie und anhand praktischer Analysen zusammen. Die Autorinnen und Autoren untersuchen
die Dynamik von Grammatik im Diskurs und adressieren dabei vier Leitfragen: Wie entsteht
Grammatik wie variiert sie welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Gesellschaft und
Grammatik und wie hängen Zeichenmodi Situation und grammatische Strukturen zusammen? Die
Beiträge betrachten Grammatik als Prozess der im gesellschaftlichen und kommunikativen Kontext
entsteht und sich wandelt. Mit unterschiedlichen Zugängen von der sozialen Semiotik über die
funktionale Pragmatik Variationslinguistik und interaktionalen Linguistik bis hin zur
Korpuspragmatik zeigen sie auf wie gesellschaftliche und grammatische Prozesse miteinander
verflochten sind. Die Analysen beziehen sich auf relevante lebensweltliche Kontexte wie
Palliativmedizin Parlamentsdebatten und Erinnerungsdiskurse. Das Buch bietet damit wichtige
Impulse für Forschende und Studierende die sich mit der diskursiven Entwicklung von Sprache
befassen und erweitert das Verständnis von Grammatik als sozial geprägtem Phänomen.