Die Dissertation des Breslauer Rabbinatskandidaten Moritz Rahmer (1837-1904) zu den Quaestiones
Hebraicae in Genesin des Hieronymus wird bis heute zitiert - wenn auch in ihrer Bedeutung
vielfach unterschätzt. Rahmers Anliegen war es die Einflüsse jüdischer Lehrer auf den
Kirchenvater ins Bewusstsein der akademischen Öffentlichkeit zu rücken. In dieser kommentierten
Neuedition werden Rahmers Textbeispiele übersetzt und die von ihm angeführten Querverweise
zwischen den Quaestiones und rabbinischen Texten übersichtlich präsentiert und diskutiert.
Damit soll ein Beitrag zur neueren Diskussion um einen gemeinsamen spätantiken
jüdisch-christlichen literarischen Raum geleistet werden. Ein Nachwort geht auf biographische
Aspekte ein und verortet die Dissertation im Kontext der Wissenschaft des Judentums.