Heranwachsende sind heute - mehr denn je - von Bildern umgeben. Die dazu notwendigen
Fähigkeiten der Dekodierung müssen eingeübt werden. Gerade Kunstwerke sind besonders komplex
da sie in ihrer Bildsprache einmalig sind und sich von alltäglichen Sehgewohnheiten
unterscheiden. In ihrer Polysemie ermöglichen sie viele Zugänge und können bspw. in
unterschiedlichsten Verflechtungen mit historischen Wirklichkeiten gesehen werden. Die
Beschreibung und Entzifferung solcher komplexen Zeichensysteme wird zu einer grundlegenden
Kulturtechnik die kulturelle Teilhabe ermöglicht. Die Werkbetrachtung und der
Epochenunterricht bilden daher einen zentralen Teil der Theorie im Kunstunterricht der
Sekundarstufe II. Werkbetrachtung erfordert differenziertes und genaues Sehen zu vermitteln und
weiterhin die systematische Versprachlichung dieses Beobachtens im Unterricht anzuleiten -
kombiniert mit einem Bewusstsein um die Historizität von Bildern deren Inhalten und Gattungen.
In diesem Heft wird anhand von insgesamt 15 exemplarischen Kunstwerken Werkbetrachtungen und
Texten zur epochengeschichtlichen Kontextuierung ein Überblick von der Renaissance bis zur
zeitgenössischen Kunst gegeben um grundlegenden Materialbedarf zu decken. Mit Tableaux vivants
Lehr- und Lernvideos sowie einem Epochenpuzzle zeigt das Heft Methoden auf durch die sich
Bildbeschreibung im Kunstunterricht nachhaltig schülerzentriert und handlungsorientiert
umsetzen lässt. Der Unterricht wird erleichtert durch... 15 ausformulierte jeweils
zweiseitige Werkbetrachtungen von der Renaissance bis heute farbige Abbildungen der Kunstwerke
als Download Texte zur epochengeschichtlichen Verortung eine praktische Aufgabe zur
Aktualisierung von Kunstwerken in der Jetzt-Zeit in Anlehnung an die Arbeiten Jeff Walls
flexibel einsetzbare Lehr- und Lernvideos zur Beschreibung und Deutung von Kunstwerken
didaktische Erläuterungen zum Einsatz von Methoden und methodischen Alternativen und
Tafelbilder die erwartbare Unterrichtsergebnisse anzeigen Die Baustein-Struktur ermöglicht
dabei eine hohe Flexibilität im Umgang mit den Unterrichtsmaterialien da einzelne Werke
Werkbetrachtungen oder Epochentexte gesondert behandelt werden können. Wahlweise können die
Werkbetrachtungen im Unterricht auch als Erwartungshorizonte von Beschreibungen bzw. Klausuren
zur Erläuterung des Aufbaus einer Werkbetrachtung oder zur schriftlichen Übung verwendet
werden.