Verwertungsgesellschaften verfügen über einen großen Einfluss auf das kreative Schaffen. Die
Ausschüttung ihrer Einnahmen erfolgt in Millionenhöhe ist allerdings zu großen Teilen nicht an
der konkreten Nutzung der einzelnen Werke orientiert welche die Einnahmen überhaupt erst
generieren. Nach welchen Mechanismen die Einnahmen verteilt werden und ob dies mit den
Begründungsansätzen des Urheberrechts vereinbar ist sind die zentralen Fragen dieses Buches.
Hierfür arbeitet Tobias Heinemann zunächst die Begründungsansätze heraus und beleuchtet ihre
Auswirkungen auf die Verteilungspraxis bevor er auf den momentanen Status Quo der
Verteilungspraxis eingeht und diesen kritisch hinterfragt. Abgerundet wird die Untersuchung
durch den Blick auf weitere wahrnehmungsrechtliche Problemfelder welche die Verteilung
zumindest mittelbar beeinflussen - die Binnenorganisation einschließlich der Mitwirkungsrechte
der Mitglieder sowie die Aufsicht über die Verwertungsgesellschaften.