Gesundheits-Apps bieten einem Großteil der Bevölkerung einen schnellen und kostengünstigen
Zugang zur Gesundheitsversorgung. Doch zu welchem Preis? In der Realität willigen die meisten
Nutzerinnen und Nutzer ein ohne zu wissen welchen umfangreichen Datenverarbeitungen sie
zustimmen. Die Datenschutzerklärungen sind überladen und manipulative Designmuster der
Einwilligungsbuttons drängen zur Abgabe einer Einwilligung. Das Datenschutzrecht tritt diesen
Praktiken nicht wirksam entgegen denn noch immer verklärt das europäische Informationsmodell
die Nutzerinnen und Nutzer zu geduldigen Interessenten. Vor diesem Hintergrund unterzieht Merle
Freye die datenschutzrechtliche Einwilligung einer Generalkritik und erarbeitet praxisnahe
Lösungsansätze. Im Mittelpunkt stehen verhaltensrelevante Informationspflichten die
Erkenntnisse der Gesundheitspsychologie berücksichtigen und das Grundverständnis
informationeller Selbstbestimmung erneuern.