Während der Religionsunterricht momentan als Teil allgemeiner Bildung weitgehend akzeptiert ist
wird die Form in welcher er erteilt werden soll kontrovers diskutiert. Argumente für die
Beibehaltung des konfessionellen Modells finden sich ebenso wie Forderungen nach der Einführung
von Religionskunde. Der vorliegende Band greift diese Gemengelage auf und entwirft in der
Auseinandersetzung mit vorfindlichen Modellen religiöser Bildung im Kontext Schule unter
Berücksichtigung der gegenwärtigen Rechtslage zwei mögliche Szenarien eines zukünftigen
Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen. Das erste Szenario ist konservativ angelegt und
verbleibt im Deutungsraum des Art. 7(3) GG. Das zweite Szenario erkundet inwieweit sich der
Begriff Religion durch den Begriff der Weltanschauung ersetzen lässt.