Die Markomannen nehmen unter den germanischen Stämmen die an der Grenze des Römischen Reiches
siedelten eine besondere Stellung ein. Ihre Existenz am nordöstlichen Rand des Imperiums wurde
durch antike Schriftsteller genau beobachtet und dokumentiert. Daher sind die Markomannen als
eigenständiges Ethnos vom 1. Jh. v. Chr. bis in das 5. Jh. n. Chr. kontinuierlich belegt. Zudem
lässt sich ihr wechselhaftes Verhältnis zum Römischen Reich gut nachzeichnen: Von Feinden über
Verbündeten und Abhängigen bis hin zu Handelspartnern Roms. Darüber hinaus lässt sich auch ihr
Verhältnis zu ihren wichtigsten Nachbarn den Quaden Hermunduren und Semnonen stichpunktartig
punktuell nachzeichnen. Klaus-Peter Johne stellt erstmals die Markomannen selbst in den
Mittelpunkt einer einführenden Betrachtung und behandelt sie nicht nur als einen Aspekt
römischer Außenpolitik.