Die Apostelgeschichte des Lukas ist ein Schlüsseltext zum Verständnis des Christentums. Ohne
sie hätten wir keine Quellen über die ersten Jahrzehnte der Kirchengeschichte. Darum findet sie
auch bei Profanhistorikern Beachtung. Als Literatur betrachtet ist sie aber nur eine
Fortsetzung des Lukasevangeliums. Dessen Prolog (Lk 1 1-4) setzt Vorzeichen vor das ganze Werk.
Die vorgelegten Studien erhellen die politischen Rahmenbedingungen und geographische Fragen der
Ausbreitung der Jesusbewegung bis nach Rom. Besondere Beachtung finden grundsätzliche Probleme
dieser Mission und unterschiedliche Konflikte mit Gegnern und Behörden. Kritische Anfragen an
die Forschungsgeschichte betreffen u. a. die Datierung und die Beurteilung der Reden die Lukas
verschiedenen Sprechern zuschreibt.